"Travels Through The Dustland" heißt das neue Album der Walkabouts, das nun, auf der anstehenden, von Gaesteliste.de präsentierten Tour auch live vorgestellt wird. Nach einer Wartezeit von sechs Jahren seit dem letzten Werk "Acetylene" ist die Band aus Seattle - soeben erweitert um den ehemaligen Willard Grant Conspiracy-Mitbegründer Paul Austin - natürlich heiß darauf, ihr Können auch wieder live unter Beweis zu stellen. Dafür, dass die Sache trotz des Titels nicht staubig werden wird, bürgt Chris Eckman - seines Zeichens Songwriter und Kopf der Band. "Das 'Dustland' ist nicht so sehr ein Ort, als vielmehr eine Bewusstseinshaltung", erklärt er den Titel, "dieses repräsentiert den Kampf gegen den Verlust der Hoffnung und eine gewisse Trockenheit des Geistes. Es geht mehr um solche Dinge als um Orte oder Regionen. Ich hatte aber schon eine bestimmte Landschaft im Kopf, als ich die neuen Songs schrieb. Es gibt da dieses Areal im amerikanischen Westen, wo die Staaten Nevada, Oregon und Idaho aufeinandertreffen. Das ist ein sehr leerer Teil Amerikas - ein vergessener Teil. Man nennt das 'High Desert'. Es ist ein schöner aber auch ein harscher Ort, der keinen Fehler verzeiht und den man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Ich dachte viel über meine Reisen in diesem Gebiet nach, als ich die neuen Songs schrieb." Glenn Slater, der Keyboarder der Walkabouts, sieht das ein wenig anders wenn er sagt: "Mein 'Dustland' ist im meinem Herzen und meinem Geist. Man sieht es in den Augen der Menschen. Man kann das Dustland auch nicht aus der Luft sehen. Man muss es zu Fuß, mit einem Tier oder dem Auto bereisen." Und Bassist Michael Wells hat wieder ein anderes "Dustland" vor Augen: "Ich bin in Los Angeles aufgewachsen - und das ist eine Wüste direkt am Meer. LA hatte immer schon eine komplizierte Beziehung zu Wasser - die recht gut in dem Film 'Chinatown' eingefangen wurde. Der Süden der kalifornischen Wüste trifft tatsächlich auf den Ozean und eine der größten und selbstsüchtigsten Bevölkerungen kauft, erbettelt und stiehlt Wasser - ohne das sie in Staub aufgehen würde. Ich wuchs auf mit Wasser-Rationierungen und beobachtete die reiche Bevölkerung in den Beverly Hills dabei, wie sie ihre Rasen sprengte und die Swimming-Pools füllte. Aber irgendwie fühlt es sich immer noch glamourös an, in ärmlichen Verhältnissen in LA aufgewachsen zu sein und irgendwie haben es die armen und reichen dieser Stadt geschafft, in einem Gefühl gegenseitiger Abhängigkeit zu überleben und das Staubland im Zaum zu halten."
Mit anderen Worten: Jeder hat wohl irgendwo sein persönliches Dustland und auf dieser Tour gilt es, dieses gemeinsam mit den Walkabouts zu entdecken.
09.07.12 Mon Bonn, Kunstrasen (open air)
10.07.12 Tue Nürnberg, Hirsch
11.07.12 Wed Freiburg, ZMF
12.07.12 Thu Dresden, Beatpol
13.07.12 Fri Magdeburg, Moritzhof
14.07.12 Sat Berlin, C-Club
16.07.12 Mon Leipzig, Moritzbastei
17.07.12 Tue Esslingen, Dieselstrasse
www.thewalkabouts.com
www.facebook.com/pages/The-Walkabouts/246794223085
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