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Konzert-Bericht
 
Heiß und innig

Boysetsfire
Tribute To Nothing

Hamburg, Logo
30.03.2006
Boysetsfire
Die Hardcore-Helden Boysetsfire reisten durch Deutschland, um ihr neues, auf Gaesteliste.de zur Platte der Woche gekröntes Meisterwerk "The Misery Index..." vorzustellen und spielten dazu in der Regel in Clubs mit einem Fassungsvermögen von zirka 1.000 Leuten. Nicht so in Hamburg, hier beehrten sie das kleine Logo, in das nur halb so viele Fans passen. Und die waren dann auch alle da, schon Wochen vor der Show war diese restlos ausverkauft.
Davon profitierten natürlich auch die für Hell Is For Heroes eingesprungenen Three Chord Society, die sich zwar durchaus bemühten, mit ihrem Hardcore / Punkrock-Mix das Hamburger Publikum aber noch nicht wirklich aus der Reserve locken konnte. Das lag aber nicht an der engagierten Performance der Bad Segeberger, sondern schlicht an der Tatsache, dass sich die schon jetzt zahlreich erschienenen Zuschauer nur für die zwei weiteren Bands des Abends schonen wollen. Schonen mussten, denn schließlich gab es vor dem Headliner noch die britischen Postcore-Helden von Tribute To Nothing zu bewundern. Und die - das wusste man schon vorher - hatten nicht vor, das Logo und seine Insassen zu schonen. Mit ihrem neuen Album "How Many Times Did We Live?" im Gepäck brachte das Quartett die eh schon erhitzen Zuschauer dann auch in Kürze zum Schwitzen. Energisch frickelte und wütete das Quartett über die Bühne, verlor sich in instrumentale Chaos-Jammings, sang herzergreifend schön und schrie sich den Schweiß aus den Lungen. Im Mai kommen sie als Headliner wieder nach Deutschland.
Dann Boysetsfire. Alle waren drin, allen war heiß, allen war es egal. Das Intro von "Walk Astray" ertönte, Jubel, Trubel, Heiterkeit. Mit dem Opener ihres neuen Werkes machten sie alles richtig, die Meute begann zu springen und ein richtig starkes Konzert nahm seinen Lauf. Die Band um Sänger Nathan Gray und den bayerischen Bassisten Robert Ehrenbrand tobte ununterbrochen über die Bühne und schonte weder sich (es dauerte keine Songs, bis Natahn über den Pulk surfte) noch das Publikum. Der Band schien der heiß und innige Rahmen zu gefallen, sie alberten herum, umarmten sich, den Balken auf der Bühne und die Fans, lachten über Bärchen auf den Handtüchern und diskutierten mit der ersten Reihe über die nächsten Songs. Nicht wirklich überraschend avancierten neben den aktuellen Songs wie dem derben "Final Communique", dem hymnischen "Empire", dem verschnaufenden "With Cold Eyes" oder dem verspielten "So Long... Thanks For The Crutches" (inkl. Jazz-Intro) gerade die alten Hits zu den Highlights des Abends. Denn über Nummern wie das von Anfang an geforderte und sehr spät gespielte "Rookie" oder den Rausschmeißer "After The Eulogy" muss man nicht reden. Hits, fertig. Das waren Boysetsfire lange nicht, fast zwei Stunden spielten sie ohne Unterbrechung, erzählten, dass Zugaben unnötig sein und sie gleich auf der Bühne bleiben würden, und spielten ein Konzert, das uns wirklich begeisterte.
Surfempfehlung:
www.boysetsfire.org
www.tributetonothing.com
Text: -Per Mathiesen-
Foto: -Darrell Jesonis-


 
 

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