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Konzert-Bericht
 
K.O., aber O.K.

Die Sterne
Gustav

Berlin, Postbahnhof
11.05.2006
Die Sterne
Ein Konzert der Sterne zu besuchen ist jedes Mal wie nach Hause kommen. Man weiß, was man erwarten kann, man lernt am Tag vorher noch einmal die Texte auswendig, man schont seine Stimme, weil die wieder arg strapaziert werden wird – und dann kann es auch schon losgehen.
Als Support haben sich die Sterne bei dieser Tour NM Farner bzw. Gustav ("Rettet die Wale") mitgenommen. In Berlin spielt Gustav vor relativ gefülltem Saal ihre elektronischen Minimalkunststückchen. Natürlich gibt es, wie meist bei solch reduzierten Elektronik-Acts, skeptische Stimmen, und nicht jeder Sterne-Fan kann das Treiben des Laptops auf der Bühne so richtig goutieren; dabei ist der Sound wirklich famos und macht in seiner lässigen Zurückgelehntheit noch mehr Appetit auf den Rock des Hauptacts.

Die Sterne beginnen ihr Set mit "Es hat alles sein Gutes", und mit dem ersten "Es könnte knallen oder so" geht im Postbahnhof die Sonne auf. Die Berliner sind ein äußerst dankbares Publikum an diesem Abend, zumal die Sterne neben den Songs ihres neuesten Albums "Räuber und Gedärm" möglichst viele ihrer zahlreichen Klassiker und natürlich auch „Big in Berlin“ anstimmen. Bei "Der Tunnel" darf ein Gastsänger ans Mikro und den Text vorlesen, ein Experiment, das beim Gig in Leipzig einen Rückkoppelungs-Unfall zur Folge hatte und das Gehör von Schlagzeuger Christoph Leich erheblich schädigte. Dieses Mal geht alles gut (und Christoph scheint sich von dem Schock gut erholt zu haben).

Immer wieder faszinierend ist die Hit-Dichte dieser Band. Völlig problemlos kann man über eine Stunde lang einen Smasher auf den anderen folgen lassen. Bei der zweiten Zugabe werden aus dem Publikum Songwünsche geäußert; Frank Spilker meint dazu nur lakonisch, man würde das ja gern alles spielen, aber man müsse sich auf ein paar Songs einigen, denn spätestens nach zwei Stunden würde man rausgeschmissen. Höhepunkte sind die Jamsession von "Fickt das System" (AC/DC sind ein Scheiß gegen diesen Gitarrensound!) und der nun wirklich ideale Rausschmeißer "Bis neun bist du o.k.".

Das Publikum darf den Refrain allein intonieren, während Frank langsam bis zehn zählt – danach kann nun wirklich nichts mehr kommen, und man ist zwar k.o., aber so o.k. wie schon lange nicht mehr.
Surfempfehlung:
www.diesterne.de
Text: -Tina Manske-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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