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Let's Dance

Mad Caddies
This Is A Standoff

Hamburg, Markthalle
23.04.2007
Mad Caddies
Es ist doch schön zu sehen, wie eine Band im Laufe ihrer Karriere wächst und wächst. Im Herbst 2004 spielten die Mad Caddies noch im gemütlichen Logo, auf ihrer aktuellen Tour machten sie in der doppelt so großen Markthalle Halt und wären zeitgleich nicht auch The Blood Arm und Senses Fail in Hamburg zu Gast gewesen, wäre der Saal vermutlich noch voller geworden, als er es letztendlich wurde. Aber auch so pilgerten eine Menge junger und alter Menschen zu den Mad Caddies, um sich mit eigenen Augen und Ohren davon zu überzeugen, ob die denn nur wirklich zu einer Reggae-Band mutiert sind.
Vorher aber gab es This Is A Standoff zu bestaunen, bei denen zwei ehemalige Musiker von Belvedere – die übrigens 2004 bereits für die Caddies eröffneten - sowie Musiker von Forty Cent Fix und Drive By Punch dabei sind. Diese Erfahrung aber hörte man leider nicht. Nicht unsympathisch, aber leider recht unspektakulär schrammelten sich die Kanadier durch ihr vom Metal beeinflusstes Punkrock / Hardcore-Gemisch und blitzen damit beim Publikum ab. Nur ein paar wenige bewegten sich vor der Bühne und auch wenn es nach jedem Song artigen und gar nicht mal so leisen Beifall gab - im Vergleich zum Support der wenige Tage zuvor an gleicher Stelle spielenden Lagwagon fielen This Is A Standoff qualitativ deutlich ab.
Langsam wurde es heiß in der Halle und langsam stieg die Neugier. Denn die neue Platte von den Mad Caddies konnte via MySpace zwar bereits komplett gestreamt werden - veröffentlicht war sie offiziell noch nicht und daher dürfte der Großteil der Fans mit dem Material von "Keep It Going" noch nicht vertraut gewesen sein. Bekannt war nur, dass die Band sich stark von Reggae und Dancehall beeinflussen ließ, weniger bekannt war, welche Songs es an diesem Abend geben würde. Den Anfang machte mit "The Dirge" dann auch gleich mal ein neuer Track - und der erwies sich als perfekter Einstand. Denn mit Reggae war hier nichts, es handelt es sich um eine feinste Dixiepunk-Nummer mit massig Tempo und Trompeten und ideal zum ersten Springen.

Und das tat das junge Völkchen in der vorderen Hälfte der Halle dann auch fleißig und wollte damit auch so schnell nicht wieder aufhören. Kein Wunder, denn das Sextett präsentierte sich mal wieder als fulminante Live-Band und zerstörte mit frühen Krachern der Marke "Leavin", "Polyester Khakis" und "Contraband" gleich jegliche Befürchtung, die Band wolle mit ihren Skapunk-Wurzeln nichts mehr zu tun haben. Nichts da, nur vereinzelt mischten sich neue Nummern wie "Backyard" (nur Sublime klangen mehr nach Sublime...), "State Of Mind" oder "Souls For Sale" ins Programm, ansonsten gab es das Beste von gestern und noch früher und davon war wirklich jeder begeistert. Die Band alberte rum, die Meute tanzte zu Songs wie "Silence", "No Sé" oder natürlich "Monkeys", sang nicht nur, aber besonders zu "Drinkin For 11" und freute sich anschließend über ein Finale, wie man es sich jeden Abend wünscht.

Als reguläre Rausschmeißer gab es das neue "Today" und die Überhits "Mary Melody" und "Machos Nachos" und wer dachte, es könne jetzt nicht mehr viel kommen, der wurde eines Besseren belehrt. Als erste Zugabe griffen die Mad Caddies in die Raritäten-Kiste und stimmten das tolle Abba-Cover "S.O.S." von der "The Holliday Has Been Cancelled"-EP an, anschließend wurde marschiert und "All American Badass" gespielt. Und während sich zuvor höchstens zwei, drei Diver zeitgleich auf der Bühne tummelten, wurde diese jetzt komplett gestürmt. Es dauerte nicht lange und bis zu 30 durchgeschwitzte Fans tanzten die Polonaise und umkurvten souverän die äußerst glückliche Band. Und als ob das nicht reichen würde, nahm am Ende auch noch Ed mit seiner Trompete ein Bad auf der Menge und spielte auf den Armen der Fans weiter. Wer dieses Spektakel verpasst hat, sollte sich auf den Spätsommer freuen, dann soll nämlich eine Live-DVD der Mad Caddies erscheinen, auch die Hamburg-Show wurde dafür gefilmt.

Surfempfehlung:
www.madcaddies.com
www.myspace.com/mad_caddies
www.thisisastandoff.com
www.myspace.com/thisisastandoff
www.livepix.eu
www.keitan.de
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Henning Gronle-


 
 

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