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Konzert-Bericht
 
Ernst

And Also The Trees
Gemma Ray

Münster, Gleis 22
10.10.2009
Vor sage und schreibe 30 Jahren wurde And Also The Trees in Inkberrow, England, gegründet. Unzählige Veröffentlichungen und zig Auftritte später sind die Herren um die Brüder Simon Huw Jones und Justin Paul immer noch unterwegs, bereits im Frühling / Sommer diesen Jahres hatten sie sich etwas Besonderes ausgedacht und sind auf Acoustic Tour gegangen. Damals stand nur der obligatorische Gig in Bochum auf dem Programm, jetzt, passend zum kühlen und düsteren Wetter, sind es immerhin fünf Konzerte in Deutschland, die auch wieder unter dem Motto "Acoustic Tour" standen. Den Auftakt bildete die Show im Gleis 22, Münster.
Gemma Ray
Doch bevor das sich deutlich in ihren 30ern und 40ern befindliche Publikum an dieser Akustik-Show erfreuen durfte, bestritt Gemma Ray einen kurzen, aber sehr schönen Auftritt - zwar nicht akustisch, aber dafür ohne Band im Rücken, nur bewaffnet mit ihrer elektrischen Gitarre und natürlich ihrer eindrucksvollen Stimme. Dennoch hatte sie wie üblich ihren Mikro-Ständer und Verstärker mit Blumen-Girlanden verziert, dazu wie auch fast immer Blumen-Schmuck an den Ohren und in den Haaren. Nicht ganz so blumig hingegen sind ihre Songs - hier werden eher düstere Themen und Klänge angeschlagen, gepaart mit tollen Melodien und Einflüssen diverser Girl Groups der 60er. Auf dem Solo-Programm standen Songs aus den beiden Alben "The Leader" und "Lights Out, Zoltar!", u.a. das lustige (sic!) "Metal In The Morning", das Gemma auch mit dem entsprechenden Kommentar einleitete: "Man sieht, ich besitze doch einen Sinn für Humor!" Neben den eigenen Songs hat es auch drei Cover-Songs in Folge gegeben (Etta James "I'd Rather Go Blind"; Gallon Drunk "Put The Bolt On The Door"; Ella Fitzgerald "I've Got A Crush On You"), sowie einer Bearbeitung der Gitarre mit einem Messer. Wieder einmal ein toller Auftritt, auch alleine weiß Gemma Ray absolut zu überzeugen.
Danach wurde es ernst und vor allem leise, sehr leise. And Also The Trees machen und meinen es ernst - so lassen sie die Theke während ihres Gigs schließen, damit kein Lärm und Geplapper ihren Auftritt stört. Zwar fällt dennoch hier und da eine Flasche um, auch ein nicht stumm geschaltetes Mobil-Telefon meldet sich, doch glücklicherweise genau im Moment zwischen den Songs, der mit großen Applaus gefüllt wird. Das haben die 18 Songs auch verdient, die mit sehr viel Konzentration und Intensität dargeboten werden - vor allem Sänger Simon Huw Jones geht in den Songs auf, durchlebt die Texte wie gewohnt mit geschlossenen Augen und verliert sich sogar das ein oder andere Mal in den Songs, so dass er etwas abwesend erscheint, es aber natürlich nicht ist. Eher das Gegenteil ist der Fall. Das und die Songs (u.a. "There Was a Man of Double Deed", "Belief in the Rose", "The Cyclone", "A Room Lives in Lucy", "The Untangled Man", "Virus Meadow", "Feeling Fine) weiß das Publikum sehr zu schätzen und verhält sich während der Songs andächtig und still, um dann entsprechend Applaus zu spenden. Ganz so, wie es sein sollte.
Surfempfehlung:
www.andalsothetrees.co.uk
www.myspace.com/andalsothetrees
www.myspace.com/gemmaraymusic
Text: -David Bluhm-
Fotos: -Ingrid Fisch-


 
 

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