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Schönheit

Hope Sandoval And The Warm Inventions

Hamburg, Fabrik
04.09.2002
Hope Sandoval
Hope Sandoval, Sängerin von Mazzy Star und nun auch mit "Bavarian Fruit Bread" als Solo-Künstlerin unterwegs, geht auf Tour. Ein delikates Unternehmen, denn Frau Sandoval gilt doch eher als schwierig - ob es nun pure Schüchternheit oder Arroganz ist, die Antwort darauf können wohl nur enge Bekannte von ihr geben. Wenn man die Konzert-Berichte der gerade beendeten US-Tour gelesen hatte, konnte man schon in's Grübeln geraten, ob man es nun wirklich wagen sollte, zu einem Hope-Sandoval-Konzert zu gehen, denn es gab immer wieder recht negative Kritiken wegen technischer Probleme oder eben wegen Hopes scheinbarer Unberechnbarkeit, was die Bühnen-Performance angeht. Als Gaesteliste.de Ende letzten Jahres mit ihr am Telefon sprach, brauchte es auch einige Zeit, bis man miteinander warm wurde und ein angenehmes und unterhaltsames Gespräch in Gang bringen konnte - so ähnlich verhielt es sich auch beim Konzert in der Fabrik zu Hamburg.
Mit "On The Low" eröffnete sie den Abend zusammen mit ihrer Band, bestehend aus Colm O'Ciosoig (dr), Raymond Richards (guit), Nicole Presley (keyb), Mark Lightcap (guit) und Al Browne (bass), und es war kein unbedingt angenehmer Start, denn ständig zupfte Hope Sandoval an ihren Ohrhörern herum und machte einen nervösen Eindruck. Als dann auch noch ein Fotograf mit Blitzlicht auf sie einschoss, wurde es der Dame zuviel und orderte mit einer eiskalt lässigen Handbewegung einen Roadie herbei, der den Täter des Saales verwies. Aber von da an sollte es besser und entspannter werden. Die Band hatte sich schnell und gut eingespielt, Frau Sandoval wurde auch ruhiger, wenn sie nicht gesungen hatte, bediente sie die Mundharmonika oder auch das Xylofon. Es war auch von der Beleuchtung her klar, was hier im Vordergrund stehen sollte: Die Musik. Das Licht auf der Bühne war sehr spärlich, meist gab es rotes Licht von hinten, so dass man Hopes Gesicht in den vorderen Reihen immerhin erahnen konnte.
Setlist Hamburg
Musikalisch wurde fast das gesamte Album "Bavarian Fruit Bread" dargeboten, hinzu kamen noch EP-Tracks und zwei Cover-Versionen - zum einen "Louise" von Acetone und "Play With Fire" von den Rolling Stones. Bei dieser Nummer rockte (sic!) die Band richtig, ganz im Gegensatz zur Original-Version, wo es ja eher ruhig nur mit Gesang und Gitarre zugeht. Ansonsten wurden die auf Platte eher sehr ruhigen Stücke live auf der Bühne um einige Nummern größer und fülliger dargeboten; es scheint, als ob Colm O'Ciosoig da einige Effekte aus seiner Zeit bei My Bloody Valentine mitgebracht hatte, was sich positiv auf den gesamten Sound ausgewirkt hatte. So klang Hopes Stimme nach wie vor fantastisch, die Gitarren erzeugten die passende Begleitung, die Rhythmus-Sektion für den perfekten Untergrund. Während des gesamten Haupt-Sets kam kein Wort zwischen den Songs über Hopes Lippen, und als sie sich dann zur Zugabe in deutscher Sprache bedanken wollte und dies im ersten Versuch im allgemeinem Lärm-Pegel unterging, sie sich daraufhin fast darüber beschwerte, dass es wohl niemanden interessiert, wurde sie vom Gitarristen nochmals dazu aufgefordert, ihre Worte zu wiederholen und jetzt waren alle zufrieden. Auch mit dem Konzert.
Surfempfehlung:
www.hopesandoval.com
www.mazzystar.net
Text: -David Bluhm-
Fotos: -Pressefreigaben-

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