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Konzert-Bericht
 
Sich freuen mit Jona

Jona
Pristine

Dortmund, Bakuda
29.01.2005

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Jona
Eines steht fest: Wo Jona hinkommt, ist ein feines Konzert sicher. An diesem Samstagabend konnte man sich davon im Rahmen der von Gaesteliste.de präsentierten Ping Pong-Party im Dortmunder Bakuda überzeugen. Seine "Band" (in Form eines MiniDisc-Players) hatte sich der sympathische Kölner für diesen Auftritt auf seine Gitarre geklebt, doch mehr als seine Rickenbacker, tonnenweise Charme und jede Menge gute Songs brauchte er auch nicht, um nicht nur uns einmal mehr restlos zu überzeugen. Los ging's gleich mit einem umgekrempelten "Sich freuen bei 150" - immer noch sein bester Slogan. Schön auch zu sehen, wie viel Spaß Jona beim Spielen hat, ohne deshalb seine Songs auf die leichte Schulter zu nehmen.
Selbst eine gerissene Saite konnte ihn nicht aufhalten, zumal er sich umgehend ein neues Arbeitsgerät bei Pristine ausleihen durfte. Zwischen feinen Nummern wie "Zurück aus dem Krieg" oder "Auf dem Balkon" erzählt er Geschichten vom Älterwerden oder von gesprächsintensiven Tourtagen zusammen mit der Band Britta. Die waren auch die Inspiration für eine brandneue, großartige Nummer, die Jona ohne seine "Band" spielte und die stilvollerweise mit Beatles- und Simpsons-Referenzen aufwarten konnte. Von Britta stammte auch die einzige Coverversion, die Jona uns an diesem Abend gönnte: Nachdem er uns letztes Jahr im Stereo Wonderland mit "Das platte Tier" begeistern konnte, brachte er dieses Mal "Ich bin zwei Öltanks". Zu kurz war sein Auftritt, aber ansonsten war's ganz ausgezeichnet.
Danach standen dann die kurzfristig als Ersatz für die etatmäßigen Headliner Madsen verpflichteten Pristine auf der Bühne. Drei Damen und ein Herr, die an diesem Abend ihre Garage gegen den Keller des Bakuda ausgetauscht hatten. Doch auch die identischen Outfits der Mädels und ein Energiebündel von Sängerin, der die Bühne viel zu klein war und die gleich mehrfach auf Tuchfühlung mit dem Publikum ging, konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass - wie bei vielen anderen ähnlichen Retro-Bands auch - der (gewollt schrottige) Sound mitunter wichtiger zu sein schien als die Substanz - die Songs hörten sich doch alle recht gleichförmig an, ohne aus diesem Dilemma à la Ramones eine Tugend zu machen. Ein Großteil des Publikums allerdings schien sich von dem Sound, den die Bochumer selbst mit "Punk N Roll trifft Indie-Charme" beschreiben, gut unterhalten zu fühlen, und das ist doch die Hauptsache, oder?

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Surfempfehlung:
www.jona-musik.de
www.planet-pristine.de
Text: -Simon Mahler-
Foto: -Simon Mahler-


 
 

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