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Konzert-Bericht
 
Tigerkäfige und Maschinenpistolen

The Kills

Köln, Gebäude 9
24.04.2005

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The Kills
Eines gleich vorweg: The Kills sind drauf und dran, eine der spannendsten Livebands überhaupt zu werden. Natürlich waren schon ihre Auftritte vor zwei Jahren, als sie mit ihrem Debüt "Keep On Your Mean Side" auf hiesigen Bühnen gastierten, große Klasse, aber mit ihrem zweiten Album "No Wow" im Rücken präsentierten Sängerin VV und Gitarrist Hotel (die immer noch nicht mehr brauchen als diese Minimalbesetzung plus Beats aus der Steckdose) in Köln eine Show, die an Rock N Roll-Inbrunst kaum zu übertreffen war.
Musikalisch sind die Stücke des zweiten Werkes - von wenigen Ausnahmen abgesehen - zwar noch minimalistischer als die des Erstlings, dafür nehmen die zwei Protagonisten aber keine ganz so strikte Verweigerungshaltung mehr ein wie noch vor 18 Monaten. Ohne sich deshalb gleich anzubiedern, suchten VV und Hotel im Gebäude 9 dieses Mal merklich öfter den Kontakt zum Publikum: VV beugte sich gleich mehrfach über die Monitorboxen in die erste Reihe vor, und Hotel funktionierte seine Gitarre zum Maschinengewehr um und legte auf das Publikum an... Nun gut, das mag eine etwas seltsame Art sein, den Fans seine Liebe zu beweisen, aber es passte gut zur wütenden Energie, die das Duo verströmte. VV zum Beispiel konnte kaum eine Sekunde stillstehen und tigerte in den Songpausen des Öfteren von einer Seite zur anderen, als sei sie in einem Raubtierkäfig und nicht auf der Bühne des Gebäude 9. Geredet haben die beiden - von ein, zwei Anweisungen an den Tonmann abgesehen - rein gar nicht, dafür aber haben sie in der gewohnt heftigen Lautstärke ihr Publikum mit den zielsicher ausgewählten Highlights ihrer beiden LPs beschallt. "No Wow" gleich zu Beginn, "I Hate The Way You Love" (wie schon auf dem Album) als Double Feature, "Fried My Little Brains" für die Freunde des Frühwerks, zwei Zugaben noch - das sensationelle "Rodeo Town" und das offensichtlich Kinks-inspirierte "Dropout Boogie" als Phon-Inferno ganz zum Schluss, zu dem VV und Hotel am Ende ekstatisch zuckten, als wäre jeder Klang der Gitarre ein Stromschlag - und das war's. In 40 Minuten alles gegeben und ganz nebenbei die Messlatte für die Punkte Intensität, Power und Hingabe bei Rockkonzerten ein gutes Stück höher gelegt. Respekt!

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Surfempfehlung:
www.thekills.tv
www.dominorecordco.com/site/?page=news&artistID=135
Text: -Simon Mahler-
Foto: -Simon Mahler-


 
 

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