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Konzert-Bericht
 
Geschmeidig

Rilo Kiley

Köln, Gebäude 9
12.07.2005

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Rilo Kiley
Nach ihren wirklich mitreißenden Auftritten im Vorprogramm von Bright Eyes konnten wir es kaum erwarten, die vier aus L.A. auch noch einmal in voller Länge zu erleben. Wirklich danach ausgesehen, dass Rilo Kiley noch einmal für eine - von Gaesteliste.de präsentierte - Clubtournee nach Deutschland zurückkommen würden, hatte es allerdings lange nicht. Der ebenso große wie verdiente Erfolg des Quartetts in seiner Heimat und eine anstehende Supporttournee für Coldplay schienen verständlicherweise wichtiger zu sein. Umso schöner, dass es doch noch geklappt hat.
Beim Deutschland-Tourstart in Köln präsentierten sich Rilo Kiley - bei geradezu tropischen Temperaturen - ähnlich überzeugend wie im Februar, allerdings war der Auftritt trotz vieler Überschneidungen auf der Setlist ein völlig anderer: Derzeit ohne Trompeter unterwegs, bewiesen viele Stücke wesentlich mehr Rock N Roll-Feeling als noch die filigranen Versionen, die es in der Live Music Hall zu hören gegeben hatte - wie gleich zu Beginn "It's A Hit" mit umarrangiertem Intro, das Band und Publikum gleichermaßen vom ersten Takt an auf Touren brachte. Neben den inzwischen bekannten Songs aus dem wunderbaren aktuellen Werk "More Adventurous" hatten sich dieses Mal auch vermehrt alte Songs ins - allem Anschein nach erst auf der Bühne festgelegte - Programm gemogelt. Leider zunächst nichts vom just erstmals regulär in Deutschland erschienenen Erstling "Take Offs And Landings", dafür aber zumindest die Highlights von "The Execution Of All Things", allen voran "With Arms Outstretched", bei dem es auch in Köln zu einem kleinen, aber feinen Singalong reichte. Da sage noch einer, die Band habe hier erst seit ihrem neuen Album Fans!
Dementsprechend gut gelaunt war dann auch Gitarrist Blake, der für die wortkarge Frontfrau Jenny die Ansagen übernahm und für die Zuschauer sogar eine deutschsprachige Beschreibung parat hatte: "Geschmeidig" sei das Kölner Publikum, und das bedankte sich wiederum dadurch, dass es mehr Krach machte, als man es von einer ob des sommerlichen Wetters doch eher überschaubaren Ansammlung von Fans hätte erwarten dürfen. Die Band spielte sich derweil mit einer Mischung aus Spaß und Routine durch ihre Songs, die bekanntlich den klassischen Indierock nur als Sprungbrett benutzen und in alle Richtungen ausfransen. So gab's Jenny als Croonerin bei "I Never", als Country-Queen bei "More Aventurous" und als gefühlsechte Rockerin bei "Portion For Foxes". Selbst einige technische Probleme in der Mitte des Konzerts konnten die um Gitarrist Mike zum Quintett erweiterte Band nicht aufhalten. Schade nur, dass nach knapp einer Stunde schon Schluss war. Immerhin waren Rilo Kiley noch zu einer Zugabe zu bewegen, genauer gesagt, Blake und Jenny, denn die kamen zu zweit wieder auf die Bühne, um eine schön gedämpfte Version von "Spectacular Views" mit Akustikgitarre und Wurlitzer-Orgel zum Besten zu geben. Und die kam so gut an, dass es dann sogar noch einen zweiten Zugabensong gab. So spielten sie doch noch einen Song aus dem Debütalbum, und witzigerweise war es ausgerechnet "Bulletproof". "Ausgerechnet" deshalb, weil die zwei die Nummer eigentlich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gespielt hatten, aber wo war sie wohl schon einmal das Schlussstück? Richtig, beim ersten Auftritt im Gebäude 9 vor fast zwei Jahren. Vermutlich spielen sie die Nummer immer am Ende ihrer ganz besonders schönen Konzerte, denn die haben in Köln genauso Tradition wie eben jene besagte letzte Nummer.

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Text: -Simon Mahler-
Foto: -Simon Mahler-


 
 

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