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They Finally Found The Jungle They like!

The Posies

Tourtagebuch 2005

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The Posies
Über The Posies haben wir uns in den letzten Jahren an dieser Stelle wirklich schon die Finger wund geschrieben - über die abgedrehte Duo-Akustik-Tournee 2000 ebenso wie über Soloauftritte der beiden Protagonisten Jon Auer und Ken Stringfellow. Nur von einem Konzert der kompletten Band haben wir noch nie berichtet. Kein Wunder, schließlich fand die letzte reguläre Europatournee der Band - damals noch mit anderer Rhythmusgruppe - bereits 1996 statt. Doch wir haben wirklich eine Menge verpasst: Durch die Luft segelnde Gitarren, ein am Ende des Konzerts quer über die Bühne verstreutes Schlagzeug, ein Sänger, die die Zugabe praktisch nackt bestreitet, höllische Lautstärke und natürlich viele, viele sagenhafte Songs. Doch der Reihe nach. Unser kleines Tourtagebuch, das in den kommenden Monaten des Öfteren aktualisiert werden wird, beginnt in London.
London, Islington Academy, 30.07.2005

Die britische Hauptstadt war immer schon gut für legendäre Posies-Konzerte. Das letzte davon war sicherlich der berüchtigte Auftritt als Trio mit Ken Stringfellow am Bass vor einigen Jahren im winzigen Notting Hill Art Club. Dieses Mal füllte das Quartett einen wesentlich größeren Saal, die Islington Academy, im Norden Londons und bewies dabei nicht nur, dass die neuen Fender-Verstärker, die die Band auf dieser Tournee testet, einen im wahrsten Sinne des Wortes ohrenbetäubenden Krach veranstalten können, sondern auch, dass sie 12 Jahre nach ihrem unbestrittenen Meisterwerk "Frosting On The Beater" noch "at the top of their game" sind. Los ging's dann auch gleich mit einem Stück aus besagtem Album, mehr noch, mit der erfolgreichsten Single, die The Posies je hatten: "Dream All Day" nämlich - natürlich sehr zur Freude des Mobs vor der Bühne. Doch auch die neuen Nummern wurden geradezu frenetisch gefeiert. Verständlicherweise kamen typische Posies-Nummern wie "Second Time Around" oder "I Guess You're Right" etwas besser weg als etwa "Could He Treat You Better" (schelmisch angekündigt von Auer als "'Posies Play The Blues', der Filmsoundtrack zu einem Streifen mit Diana Ross und Colin Farrell" - die Motown-Experten unter euch wissen, was er meinte), aber immerhin war die Band smart genug, den Londonern die neuen Songs mit alten Evergreens wie "World" oder "Earlier Than Expected" schmackhaft zu machen.

Das brandneue "Conversations", vielleicht wirklich der beste Song des neuen Albums und einer der hymnischsten, die Auer je geschrieben hat, wurde dagegen schon genauso gefeiert wie die Klassiker davor. Wohl das beste Anzeichen dafür, dass "Every Kind Of Light", die erste LP seit sieben Jahren, nicht das letzte Aufbäumen vor dem Ende ist, sondern ein Album, das lediglich den ersten Schritt in der nächsten Phase der Posies-Saga symbolisiert. Danach arbeiteten sich die vier zum großen Finale vor und jagten dazu in bester Hüsker Dü-Manier ein Song-Trio ohne die winzigste Pause dazwischen durch die Boxen: Das energiegeladene "Ontario", das nicht minder aggressive "Grant Hart" und "Flavor Of The Month". Die finale Nummer, den Funrock-Ohrwurm "I Finally Found A Jungle I Like!!", kündigte Stringfellow dann an als "die letzte Chance, noch einmal richtig auszurasten". Das tat dann vor allem auch die Band auf der Bühne, denn zunächst hatte der Mikroständer von Matt Harris seinen Dienst quittiert und der Bassist musste sich an den Bühnenrand zu Stringfellows Mikro vorwagen, und beim Improvisationsteil in der Mitte stand plötzlich Drummer Darius Minwalla am Keyboard und Auer und Stringfellow wechselten sich am Schlagzeug ab! Dabei sollte man allerdings erwähnen, dass dieser Anflug von Chaos ganz ausgezeichnet zum Song passte.

Für die Zugaben entledigte sich Stringfellow dann seiner Klamotten und bestritt die letzten drei Songs (fast) nackt. Den Gürtel seiner abgelegten Hose trug derweil Auer als Trophäe um den Hals... Musik gab's auch noch: Zuerst das schwer rockende "Broken Record", dann das herrliche "Solar Sister" und ganz zum Ende sogar noch die legendäre Schlussnummer "Burn And Shine". Den Song schien Stringfellow zwar mit einer spontan eingefügten Keyboard-Improvisation zunächst gegen die Wand fahren zu wollen, letzten Endes sorgte sein Alleingang allerdings dafür, dass seine drei Bandmitglieder mit einer Extraportion Frustration und Aggressivität zu Werke gingen, die den Song fraglos noch besser machte. Am Ende des gut 13-minütigen Infernos schleuderte dann Auer seine Gitarre in Richtung Schlagzeug (wo Minwalla sie gekonnt auffing), und Stringfellow sorgte dafür, dass die Bühne nachher so aussah, als hätte der Drummer nicht nur ein The Who-T-Shirt angehabt, sondern sei wirklich Keith Moon gewesen, und kegelte die Drums über die gesamte Bühne. That's Rock N Roll, folks!

München, Atomic Café, 15.08.2005

Auch wenn das Atomic Café, die erste Station der diesjährigen von Gaesteliste.de präsentierten Deutschlandtournee der Posies, gerade einmal ein Drittel der Menschen fasst, die in der Islington Academy Platz finden, sah sich die Band offenbar nicht genötigt, die Lautstärke zu reduzieren. So hatte dann auch "Dream All Day" einen Anflug von genau dem "white noise", den man für gewöhnlich von den letzten Zugaben kennt, wenn der Mischer ohne Rücksicht auf Verluste alle Regler nach oben schiebt. Allerdings war "Dream All Day" die Eröffnungsnummer! Drummer Darius Minwalla hatte uns zwar vor dem Konzert noch gesagt, dass es womöglich schwierig sein würde, den Londoner Auftritt zu toppen, doch die Band gab sich alle erdenkliche Mühe und jagte mit ebenso hoher Lautstärke wie Intensität einen - im wahrsten Sinne des Wortes - Kracher nach dem anderen durch die Boxen. Zwar war das Programm fast identisch mit dem in London, dafür war die Freude über die "Raritäten" umso größer: Mit "20 Questions" gab's einen Auer-Song aus der unterbewerteten zweiten LP-Hälfte von "Frosting On The Beater", und Stringfellows Reißer aus "Amazing Disgrace"-Tagen, "Everybody Is A Fucking Liar", war auch neu im Programm. Nachdem mitten im Set die Jim Beam-Flasche auf der Bühne gekreist war, übertrieb es die Band allerdings gegen Ende bisweilen. Bei "Grant Hart" kam wirklich nur noch Soundmüll aus der Anlage. Zumindest ganz vorne war es schwer zu beurteilen, welcher Song gerade gespielt wurde!

Zum Ausgleich gab's einige "nette" Ansagen von Stringfellow (zum Beispiel, nachdem sich die vier Musiker auf der Bühne mit ein und demselben Handtuch den Schweiß aus dem Gesicht gewischt hatten: "So wurde damals Herpes erfunden"), und bei einer einmal mehr ziemlich außer Kontrolle geratenen Version von "I Finally Found A Jungle I Like", an dessen Ende Jons Gitarre Richtung Schlagzeug segelte und unsanft auf den Becken zur Landung kam, spielten Jon und Bassist Matt Harris in der Mitte kurz "Rock You Like A Hurricane" von den Scorpions an...

Und auch wenn wir eigentlich keine großen Anhänger weder von jeden Abend wiederholten Showeinlagen noch von nackter Männerhaut auf der Bühne sind - Stringfellows Striptease vor den Zugaben wirkte im intimen Rahmen des Atomic weit weniger deplatziert als noch zuvor in London, zumal er und Auer auch gleich noch ihre Mikros in den Zuschauerraum verfrachteten und die Hymne "Solar Sister" in einer Traube von Menschen mitten im Publikum spielten. Danach schnell zurück auf die Bühne für "Definite Door", das zwar die abgedrehte Improvisation zu "Burn & Shine" in London als Schlussstück nicht ersetzen konnte, dennoch aber ein würdiger Abschluss eines nicht nur für die Musiker schweißtreibenden Abends war - nicht allerdings bevor Auer das Publikum noch "eingeladen" hatte, die Band anschließend noch ins Trader Vic's, die Cocktailbar des Bayrischen Hofes, zu begleiten. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Stuttgart, Schocken, 17.08.2005

Wären Jon Auer und Tourmanager Matt Downey bessere Autofahrer bzw. hätte der Posies-Van ein Navigationsgerät, vielleicht hätte das Programm der Posies in Stuttgart ähnlich ausgesehen wie in München. Da die beiden aber geschlagene 45 Minuten brauchten, um mit ihrem fahrbaren Untersatz den Katzensprung vom Hotel zum Schocken zurückzulegen, für den Ken Stringfellow, Matt Harris und Darius Minwalla zu Fuß fünf Minuten gebraucht hatten, blieb genug Zeit, die Setlist kräftig umzukrempeln. Ewig lange saßen die drei vor Stringfellows Laptop und diskutierten mögliche Veränderungen: Und weil dabei des Öfteren Formulierungen wie "Meinst du wirklich?" und "Das könnte klappen!" fielen, durften wir uns schon mal auf einen interessanten Abend freuen. Zumal der Auftrittsort, eher eine größere Bar denn ein richtiger Konzertsaal, wohl der kleinste der gesamten Tournee war. Zeit, währenddessen ein wenig in Richtung der Autofahrer zu sticheln, blieb aber doch noch. Zumindest durfte sich Auer über eine SMS von Stringfellow freuen, der Club sei 500 Meter, nicht 500 Meilen vom Hotel entfernt.

Nachdem das Fußballspiel Holland - Deutschland zu Ende war, füllte sich der Laden dann zusehends, und so war dann trotz anfänglicher Bedenken, die Deutschlandkonzerte könnten unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, doch noch eine dreistellige Zahl an Fans gekommen, um die ausgefallenste Setlist der gesamten Tournee mitzuerleben. Zum Beispiel "All In A Day's Work" aus dem neuen Album, sonst überhaupt nicht gespielt, direkt zu Beginn, und gleich danach eine Rarität aus dem 1990er Werk "Dear 23", Stringfellows ohne Zweifel besten Song der frühen Jahre, "Any Other Way". Besser konnte es danach kaum noch werden, aber trotzdem war das ganze Konzert, nicht nur wegen der wesentlich erträglicheren Lautstärke, klar besser als der Münchner Auftritt.

Zumal es zwar mitunter die gleichen Songs, aber neue Gags gab. So endete "It's Great To Be Here Again" doch tatsächlich vor dem letzten Akkord, Stringfellow tauchte durchs Publikum zur Bar, orderte vier Tequila, brachte sie zur Bühne, stieß mit seinen Kollegen an, um danach wie selbstverständlich noch den Schlussakkord des Songs zu bringen. Außerdem hatte Auer sichtlich Gefallen an der im Vergleich zum Atomic wesentlich höheren Deckenhöhe des Schocken und wirbelte seine Gitarre gleich mehrere Male hoch bis fast auf die Empore. Das Mainset endete in Stuttgart erstmals mit "Definite Door", und weil Stringfellow dieses Mal wesentlich länger als sonst brauchte, um sich für die Zugaben zu entkleiden (er trug an diesem Abend unglaublicherweise einen roten Damenslip mit Spitze), gab's sogar noch einen Extrasong, der nicht auf der Setlist stand. Als von Drummer Minwalla ein Schlagzeugsolo eingefordert wurde, um die Pause zu überbrücken, spielte der als Verlegenheitslösung den Anfang von "Broken Record", was Auer zum Anlass nahm, die Nummer gleich komplett zu spielen. Danach runter ins Publikum mit den Mikros für "Dream All Day" und "Solar Sister" gleich hintereinander. Als Rausschmeißer dann noch "I Finally Found A Jungle I Like", das der Auftakt war für eine 1A-Aftershowparty mit den Posies als DJs und MCs...

Utrecht, Plato, 18.08.2005

Dafür, dass The Posies in Stuttgart nach der Show noch die Nacht zum Tag gemacht hatten und ihnen am nächsten Morgen eine stundenlange Fahrt einmal quer durch Deutschland und über die niederländische Grenze bevorstand, mussten sie schon ziemlich früh wieder fit sein. An diesem Nachmittag stand nämlich nicht nur der obligatorische Soundcheck auf dem Programm, sondern auch gleich noch das erste Plattenladenkonzert, neudeutsch: Instore, der Herren Auer und Stringfellow seit ziemlich langer Zeit. "Für jemand, der gestern eine halbe Flasche Wild Turkey getrunken hat, ist diese Treppe ziemlich steil", bemerkte Stringfellow dann auch, als er kurz nach 17.00 Uhr die Treppe aus dem Ladenbüro in der ersten Etage herunterkam. Trotzdem wurde es ein höchst amüsanter Auftritt, denn wer reine Promotion für das neue Album, also eine Handvoll Songs aus dem aktuellen Werk und "Adios!" erwartet hatte, hatte die Posies unterschätzt. Die unterhielten die vielleicht 50 Fans im Laden schon beim "Soundcheck" köstlich, als Auer mit Falsett und Stringfellow mit Grabesstimme John Denvers "Country Roads" zum Besten gaben. Als Einstieg ins reguläre Programm gab's dann "Conversations", doch das war's dann auch schon mit den neuen Stücken. Anschließend deutete Ken nämlich wahllos auf einen Zuschauer, der sich einen Song wünschen durfte. Und weil das so gut klappte, wiederholte er das Spielchen nach jedem weiteren Song. Mehr als ein halbes Dutzend Songs durfte man sich auf diese Art von der lebendigen Jukebox The Posies wünschen. Bisweilen etwas zum Unmut von Auer, der offenbar lieber selbst bestimmt hätte, was gespielt werden sollte. So allerdings gab es einige echte Raritäten (das mit der kompletten Band gar nicht geprobte "Somehow Everything" zum Beispiel oder das als Duo eher selten gebrachte "Burn & Shine") und die üblichen Verdächtigen à la "Solar Sister" und "Ontario". Nur den Wunsch nach "Last Crawl" aus dem neuen Album konnten sie nicht erfüllen - sie hatten die Nummer noch nie auf der Gitarre gespielt! Nach einer halben Stunde hätte eigentlich Schluss sein sollen, doch da fiel Auer ein, dass sie ja noch gar keine Coverversionen gespielt hatten! Auf einmal schien er auch richtig Spaß zu haben an diesem Auftritt und brachte, nachdem zuvor die Songs in bisweilen etwas holperigen, oder sagen wir besser: charmanten Versionen dargeboten worden waren, ein ziemlich perfektes "Thirteen" von Big Star. Das musste Stringfellow natürlich umgehend toppen und sang gleich im Anschluss "Unsatisfied" von den Replacements! Das sorgte natürlich für strahlende Gesichter unter den Anwesenden, und eine Zugabe musste her. Sich wie bei den regulären Konzerten dafür auszuziehen, wäre Stringfellow wohl doch etwas zu weit gegangen, aber ganz ohne Klamauk ging es auch dieses Mal nicht. So stellte er sich kurzerhand auf seinen Stuhl und thronte für die verbleibenden zwei Songs nicht nur über den Regalen, sondern auch weit über seinem Kollegen "am Boden", was Auer dazu veranlasste, seinen Partner mit den Worten "Irgendwas ist immer mir dir" zu rügen. Klar, dass auch für die Zugaben kräftig Wünsche geäußert wurden, die Auer allerdings abzuschmettern versuchte: "Great songs one and all, but we're not going to play them!" Glücklicherweise sah Stringfellow das ein wenig anders, suchte sich zielsicher die größte Rarität aus den gewünschten Stücken aus und begann kurzerhand "What Little Remains" aus dem Debüt "Failure" zu spielen, bis Auer zähneknirschend einstieg. Zum Schluss gab's dann noch "Lady Friend" von den Byrds, und plötzlich hatte dieser wirklich hörenswerte Auftritt keine halbe, sondern eine ganze Stunde gedauert.

Utrecht, Tivoli De Helling, 18.08.2005

Ausverkauft war der Saal an diesem Abend, und das, obwohl er gut drei, vier Mal so groß war wie die Läden, in denen die Band zuvor in Deutschland gespielt hatte. Aber es war nicht nur die Anzahl der Fans, die diesen Abend zu einem besonderen Ereignis werden ließ, es war vor allem auch ihr unbändiger Enthusiasmus. Stringfellow, eigentlich ansonsten mit Superlativen eher vorsichtig, nannte den Auftritt tags darauf eine der fünf besten Shows der fast 20-jährigen Posies-Geschichte überhaupt - und vermutlich hatte er Recht. Nachdem die Band die ersten drei Wochen der Tournee mit einer recht statischen Setlist absolviert hatte, gab's nun beim dritten Konzert der Woche auch den dritten Opener: "Daily Mutilation" aus "Amazing Disgrace" und damit für alle Musiker auf der Bühne gleich reichlich Gelegenheit, wild herumzuspringen. Auch die Tatsache, dass der Tivoli De Helling eine extrem hohe Decke hat, kam Auer sehr entgegen, warf er doch sein Arbeitsgerät noch öfter als an den Tagen zuvor hoch in die Luft. Und weil man an besonderen Abenden auch ebensolche Songs spielen sollte, hatte Stringfellow sogar "Terrorized" auf der Setlist verewigt, jenen selten gespielten Fan-Favorit, der so etwas wie der heilige Gral im Posies-Back-Catalog ist. Großartig! Bei "Throwaway" klappte dann auch der Singalong wie geprobt, wenngleich Auer danach vor Lachen kaum weitersingen konnte, als ein Fan die Textzeile "I don't have it now" bestens hörbar mit "Yes, you do have it!" konterte…Für die Zugaben holte sich die Band dann einige Menschen aus dem Publikum auf die Bühne, die dort allen möglichen Unfug anstellten (so wurde Stringfellow zunächst mit Bier geduscht und danach genötigt, die Sonnenbrille eines Zuschauers aufzusetzen), doch den Songs tat das keinen Abbruch. "Burn & Shine" ganz zum Schluss - nach einem solchen Finale kommt keine Band mehr wieder. Es sei denn, sie heißt The Posies und spielt in Utrecht. Obwohl Auer gesundheitlich sichtbar angeschlagen war, ließ er sich von Stringfellow zu einem weiteren Zugabenblock überreden - das erste und einzige Mal auf dieser Europatournee, dass die Band eine ungeplante Zugabe spielte. Und nicht nur das: Zu zweit kamen sie zurück, um zum ersten Mal seit Jahren "Will You Ever Ease Your Mind?" zu spielen, das Stringfellow als seinen absoluten Lieblingssong der Posies bezeichnete. Danach hatte er eigentlich den Abend mit dem sensationellen "Ooh Child" von The Five Stairsteps zum Abschluss bringen wollen, doch leider konnte Drummer Minwalla die Nummer nicht spielen, also gab's nur das Intro zu hören. Als Entschädigung gab's "Song #1" und nach einigen Diskussionen, ob man denn überhaupt noch einen Rausschmeißer drauf hätte, der noch nicht gelaufen war, ganz am Ende der längsten Show der Tournee noch "Definite Door". Wie schrieb doch jemand im Gästebuch der Band so treffend? "Gegen The Posies sehen The Who aus wie Peter, Paul & Mary". Wie wahr, wie wahr!

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Surfempfehlung:
www.theposies.net
www.jonauer.com
www.kenstringfellow.com
Text: -Carsten Wohlfeld-
Foto: -Carsten Wohlfeld-


 
 

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