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Spielfreudig

Brendan Benson

Köln, Gebäude 9
22.10.2005

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Brendan Benson
Nein, dies war beileibe nicht das erste Brendan Benson-Konzert, über das Gaesteliste.de berichtet hat, aber ziemlich eindeutig das beste. Klar, wir hatten auch schon auf der letzten Tour Bensons großartige Songs gelobt und seine ausgezeichnete Band bewundert, aber jetzt, mit seinem dritten Album "The Alternative To Love" im Gepäck, mit noch mehr Songs zur Auswahl und einer unglaublich gut besetzten neuen Band im Rücken war es für ihn ein Leichtes, für Begeisterung vor der Bühne zu sorgen und dabei auch selbst noch eine Menge Spaß zu haben.
Und Spaß hatten die vier ohne jeden Zweifel. Als zum Beispiel am Schluss des gar nicht enden wollenden "I'm Easy" alle Musiker auf der Bühne und auch ihr Bühnentechniker übers ganze Gesicht strahlten, war klar - dieses Ende spielen sie garantiert so nicht jeden Abend. Und als bei "Metarie" ein direkt vor Benson stehender Fan den Fotoapparat zückte, um einen Schnappschuss zu machen, stellte er sich mitten im Song erst einmal richtig in Pose und lächelte in die Kamera... Die Spielfreude der Band sorgte auch dafür, dass alle Songs - alt oder neu - trotz einer gewissen Werktreue der Benson'schen Liveauftritte in kleinen, aber feinen Nuancen anders waren, egal, ob Bassist Michael Horrigan seine Parts gekonnt - ohne sich deshalb aufzudrängen - ausweitete, Drummer Matt Aljian seine Liebe sowohl zu Keith Moon als auch zu Stan Lynch unter Beweis stellte ("Zwei wichtige Einflüsse - die und ungefähr 25 andere", erzählte er uns lachend nach der Show) oder Dean Fertita bei vielen Stücken mitten im Song vom Keyboard zur Gitarre wechselte und so dafür sorgte, dass die Arrangements nicht alleine aus besetzungstechnischen Gründen geändert werden mussten. Die aktuellen Singles "Cold Hands" und natürlich vor allem "Spit It Out" entpuppten sich als die vielleicht größten Ohrwürmer des Abends und wurden ihrer Position am Ende des Sets vollends gerecht.
Für die Zugabe wurde es dann sogar noch richtig laut, allerdings hatte Benson (der übrigens witzigerweise im Iron-Maiden-Shirt angetreten war) beim ersten Extrasong, "Between Us", irgendwelche Probleme mit dem Text, brach die Nummer kurzerhand ab und bat um Wünsche. Zum "Glück" für ihn wollte jemand "Sitting Pretty" hören, das praktischerweise eh als nächster Song auf der Setlist stand und sich zu einem richtigen Rockorkan ausweitete. Ein letzter Abstecher aufs Akustik-Terrain noch für "Jet Lag" und ein würdiger Abschluss mit "You're Quiet" - dem Titel zum Trotz die lauteste Nummer des Abends. Nach der leider einmal mehr eher mau besuchten Show erzählten uns Horrigan und Fertita, dass Benson nach dem in Kürze zur Veröffentlichung anstehenden gemeinsamen Album mit Jack White auch schon sein nächstes Soloalbum plant und dafür erstmals nicht alles alleine einspielen, sondern seine Band zu den Aufnahmen einladen will. Mit dem Gebäude 9-Konzert als Maßstab sollte diese Entscheidung goldrichtig sein.

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Surfempfehlung:
www.brendanbenson.com
Text: -Carsten Wohlfeld-
Foto: -Carsten Wohlfeld-


 
 

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