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Ein skandinavisches Doppelpack

Shout Out Louds
Nervous Nellie

Berlin, Postbahnhof
18.12.2005
Shout Out Louds
Manchmal gibt es Bands, die einen Pressehype auslösen, der einen stutzig machen sollte. Auf der Insel ist das an der Tagesordnung, aber auch die Kollegen der schwedischen Journaille sind mit Superlativen schnell bei der Hand. Da werden die Stockholmer Shout Out Louds als die neuen Strokes abgefeiert bis es kracht. Dabei wissen die Berliner inzwischen ohnehin, dass es sich um eine ganz großartige Kapelle handelt. Immerhin hatte der schwedische Fünfer bereits im Rahmen der Atomström-Sampler-Präsentation in Berlin aufgespielt und sich 2005 im Vorprogramm der Magic Numbers in die Herzen und Ohren des Publikums gespielt. Kein Wunder also, dass die Headline–Show im Postbahnhof so gut wie ausverkauft war.
Den Anfang machte an diesem Abend aber eine schwedische Band, die dem fleißigen Konzertbesucher schon über den Weg gelaufen sein dürfte. Nervous Nellie haben bereits diverse Konzerte im Rahmen des Berliner Polar Zoos absolviert und sich dabei immer großartig geschlagen. Auch für die Shout Out Louds waren die Jungs ein famoser Anheizer. Den Zuschauern im Postbahnhof schien die Mischung aus amerikanischem 90er-Jahre-Indie und britischen Einflüssen jedenfalls zu gefallen. Als die Shout Out Louds kurze Zeit später auf die Bühne traten, hatten sie dementsprechend leichtes Spiel. Los gings mit der Single "The Comeback"! Schnell hatte man das Berliner Publikum im Griff. Das war angesichts des Songmaterials der Schweden auch kein Wunder. Wer sonst kann am laufenden Band kleine Indie-Hymnen wie "100°", "There's Nothing" oder "Hurry Up Let's Go" raushauen? Gesanglich erinnerte Shout Out Louds-Frontmann Adam ziemlich an Robert Smith, wobei die Musik mit The Cure freilich wenig zu tun hat. Vielmehr fühlte man sich beispielsweise bei "Very Loud" in wohltuender Weise an das herrliche Geschrammel von Wedding Present erinnert. Überhaupt scheinen die Achtziger in der Musiksozialisation der Bandmitglieder bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben. Wie sonst kommt man wohl auf die Idee "Streams Of Whiskey" von den Pogues zu covern? Zwar kam man an das Original und die versoffene Stimme von Shane MacGowan nicht ganz heran, der Freude des Publikums tat das aber keinen Abbruch. Trotzdem eine schöne Idee. Nach etwas mehr als einer dreiviertel Stunde war das reguläre Set beendet, doch angesichts des anhaltenden Beifalls ließen sich die Schweden nicht lange bitte und legten in der Zugabe noch drei Songs nach. Besonders der vom Atomström-Sampler bekannte Hit "PleasePleasePlease" wusste hier zu gefallen.
Das waren sie also, die schwedischen Strokes?! Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass die Shout Out Louds eine klasse Liveband sind, die man jedem Indieliebhaber ans Herz legen mag. Punkt!
Surfempfehlung:
www.shoutoutlouds.com
www.nervousnellie.com
Text: -Carsten Wilhelm-
Foto: -Pressefreigabe-

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