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Konzert-Bericht
 
G-Rock

Jimmy Eat World
Coach/ Solarscape

Dortmund, Soundgarden
11.02.2001
Jimmy Eat World
Drei Bands im Soundgarden in Dortmund - würde das endlich mal ein paar Leute auf ein Konzert in dieser schönen Fußballstadt ziehen?!? Die Antwort: Ja. Es war recht voll, was aber auch kein großes Wunder war, denn eine Kameracrew von Viva war vor Ort, um den Auftritt von Jimmy Eat World für 'Overdrive' aufzuzeichnen. So wurden recht viele Freikarten verteilt und Freunde und Bekannte eingeladen - es kann ja nicht angehen, daß in der Sendung dann keine Menschenseele zu sehen ist. Nun gut, so hatten wenigstens auch die beiden Vorbands des Abends etwas davon.
Solarscape
Den Anfang machten ohne Soundcheck (was an den ewigen Aufbauten Viva's lag) Solarscape aus Wiesbaden. Die Band hat für mich eine der besten Platten des Jahres mit "The Slow, Sad Truth Of Other People's Lives" abgeliefert (mehr dazu im Interview auf der Gästeliste), und auf der Bühne waren sie mindestens ebenso gut. Melancholischer Pop, der zwar manchmal sehr an Pavement (zu deren besten Zeiten) erinnert, aber dennoch nach Solarscape klingt. Sänger Derick sorgte relativ unfreiwillig für unterhaltsame Zwischenkommentare, denn seine Ansagen im gebrochnenen Deutsch über zum Beispiel das furchtbare Dortmunder Bier der Marke DAB fanden großen Anklang. Zwischen den Ansagen gab es dann Songs vom Album und neue Kompositionen zu bestaunen. Sehr schön.
Coach
Danach folgte mit Coach aus dem Hessischen eine erste Einlage in Richtung Power-Pop. Mit sehr großer Spielfreude und leicht angeschlagener Stimme absolvierten die Jungs ihren Set bravorös - die Mischung aus schnellrockigen Songs und den oft ohrwurmlastigen Melodien im Refrain stimmt einfach. Grung genug für die Gästeliste, pünktlich zur Veröffentlichung ihrer neuen EP einen längeren Bericht über die Band zu bringen - mehr dazu im März auf diesen Seiten.

Dann kam das, worauf die komplette Viva-Crew und natürlich auch der Großteil der Leute gewartet hat - Jimmy Eat World. Hier wurde erstmal der Lautstärkepegel eine Einheit höher eingestellt, sodaß ihre rockigen Songs noch etwas dreckiger rüberkamen. Ich persönlich kann mit deren Musik ja nicht unbedingt viel anfangen - es hört sich vor allem live alles ziemlich gleich an. Vielleicht sollte ich das 'dreckiger' etwas relativieren - 'dreckig glatt' würde die Sache wahrscheinlich besser treffen. Emo-Core nennen es viele, ich nenne es Glatt-Rock. Dieser G-Rock scheint aber zur Zeit ziemlich gut anzukommen, klar, paßt ja auch klasse auf die Mattscheibe - die ist ja in der Regel genauso glatt. Ich höre da lieber Solarscape.

Text: -David Bluhm-
Fotos: -Stefan Claudius-


 
 

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