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Zu Gast bei Freunden

Sons Of Jim Wayne

Dortmund, Subrosa
08.06.2006

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Sons Of Jim Wayne
Schalker und Dortmunder zusammen auf einer Bühne? Das gibt's ja normalerweise nicht. Und nein, nicht die Fußball-WM macht's doch möglich, sondern unser liebstes Ruhrpott-Americana-Duo Sons Of Jim Wayne. Wer könnte - im heimeligen Ambiente des Dortmunder Subrosa - besser den WM-Countdown einläuten als Steven und Bernie Wayne? Für die war allerdings nicht nur der WM-Start Anlass für dieses Konzert, die zwei wollten auch gleich noch die Songs ihres vierten Albums - das gegen Ende des Jahres in die Läden kommen soll - auf ihre Publikumstauglichkeit testen. Und auch wenn man den Sons ihre längere Konzertabstinenz hier und da anmerkte - es hakten nämlich nicht nur einige neue, sondern auch einige alte Stücke, glücklicherweise auf charmante Art und Weise -, dürfen wir vorwegnehmen: Die Feuertaufe haben die neuen Nummern mit Bravour bestanden.
Mit dem balladesken "Even This Angel" hat Bernd Uebelhöde einen seiner bisher schönsten Songs geschrieben, und die fast schon unverschämt poppige Stefan Kullik-Nummer "Not That Kind" ist ein Ohrwurm, wie man ihn im Hause Wayne vielleicht sogar seit "Rock N Roll Star" (damals noch mit dem seligen Swingtett) nicht mehr gehört hat. Auf die Studioversion inklusive Schlagzeug - im Subrosa wurden die Songs natürlich nur mit Akustikklampfe, Unplugged-Bass und Banjo vorgetragen - sind wir jetzt schon gespannt. Unter die neuen Songs mischten sich lieb gewonnene Oldies wie "Pete The Robber" und das immer wieder gerne gehörte "Postcard From Hell". Das unangefochtene Highlight aus dem Back-Katalog dagegen war an diesem Abend "Kawasaki". Eine willkommene Überraschung!

Als nach rund einer Stunde und den auf der Setlist verewigten 18 Songs eigentlich hätte Schluss sein sollen, waren die beiden Protagonisten gerade erst so richtig auf Betriebstemperatur gekommen ("Anfangs waren wir ein wenig zu schnell unterwegs, aber irgendwann war das richtige Tempo da", analysierte Stefan am Tag nach dem Konzert) und warteten gar nicht erst die Publikumsreaktion ab, sondern verlängerten spontan ihr Programm. Die ein oder andere Flasche Hövels, die auch zwischen den Songs für ordentlich Heiterkeit sorgte, machte die Entscheidung sicherlich noch ein wenig einfacher.

So gab es dann nicht nur "Trouble In Mind" zu hören, sondern auch noch ein feines Neil Young-Cover ("Looking For Love"), und "Lonely In This Town" wird hoffentlich das Schlussstück des nächsten Werkes, denn eine emotional-elegischere Nummer haben die zwei wohl bisher kaum geschrieben. Danach musste dann doch noch eine Zugabe her, die ebenfalls hochkarätig war. Zunächst "All My Life" (wäre auch zu schade gewesen, wenn sie uns den Song vorenthalten hätten) und ganz zum Schluss noch eine weitere Coverversion: Das von Gillian Welch populär gemachte "Dusty Boxcar Walls". Weil Stefan die Nummer alleine spielte, musste er sich dafür übrigens prompt hinter den vor der Bühne aufgespannten BVB-Fanschal stellen - sehr zur Belustigung der Dortmunder Besucher. Aber bei einem Jim Wayne-Konzert ist man selbst als Schalker am Dortmunder Hafen zu Gast bei Freunden!

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Surfempfehlung:
www.sonsofjimwayne.com
Text: -Carsten Wohlfeld-
Foto: -Carsten Wohlfeld-


 
 

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