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Heimspiel

The Mission

Bochum, Zeche
21.05.2007

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The Mission
Nein, "Draped In Red", den Song über den historischen Champions League-Gewinn des FC Liverpool am 25. Mai 2005 vom neuen The Mission-Album "God Is A Bullet", gab's in Bochum nicht zu hören, doch die Fahne seines Lieblingsvereins hatte Wayne Hussey trotzdem am Verstärker platziert. Dennoch war der Auftritt der Goth-Ikonen in der ausverkauften Zeche Bochum einmal mehr kein Auswärtsspiel im eigentlichen Sinne. Schließlich ist die Ruhrpottstadt so etwas wie ein "Home away from home" für Wayne und die Seinen. Dementsprechend gut war die Laune des "His Highness Lord Hussey of Wayne", wie ihn sein Manager unlängst im Tourtagebuch bezeichnete, und auch wenn die Luft im Laden etwas zu stickig war, um die Stimmung richtig überkochen zu lassen, gab es doch nicht nur in den vorderen Reihen überall glückliche Gesichter.
Dabei war das Programm durchaus ambitioniert: Nach mehreren Best Of-Tourneen in den letzten Jahren spielten die vier Herren auf der Bühne genau die Hälfte ihres neuen Albums, das glücklicherweise so gut ist, dass das gar nicht weiter auffiel: "Headshrinker" oder "To Love And Kill With The Very Same Hand" jedenfalls haben das Potential, in einigen Jahren in die lange Reihe der The Mission-Klassiker aufgenommen zu werden, wenn erst einmal alle im Publikum sie kennen. Vielleicht half es ja wirklich, die Albumverkäufe anzukurbeln, dass am Devotionalienstand das neue Werk von allen vier Bandmitgliedern handsigniert verkauft wurde...

Garniert wurden die neuen und doch so typisch nach The Mission klingenden Songs mit einem Dutzend alter Highlights, an deren Auswahl die Band allerdings leider etwas konservativ herangegangen war. Hatte es 2004 noch hier und da eher selten Gespieltes wie "Crystal Ocean" oder "Hymn" zu hören gegeben, beschränkten sich Wayne und seine Mitstreiter dieses Mal praktisch ausschließlich auf Singles: "Hands Across The Ocean", "Like A Child Again", Severina", "Beyond The Pale", "Tower Of Strength" und, und, und. Natürlich macht das diese Songs nicht schlechter, aber das besondere Bonbon für das Bochumer Publikum fehlte dieses Mal - anders als bei den beiden sensationellen Auftritten an gleicher Stelle 2002.

So musste es reichen, einen breit grinsenden Wayne anzustrahlen, als der fast völlig darauf verzichten konnte, "Butterfly On A Wheel" zu singen, weil das Publikum - die Hände gen Hallendach gereckt - nur allzu bereit war, dem Sänger seinen Job abzunehmen. Gleiches wiederholte sich bei der Zugabe noch zweimal, bei "Wasteland" und - natürlich! - bei "Deliverance". Apropos Zugabe: Die äußerst mitsingtaugliche neue Single "Keep It In The Family" aus dem Programm zu kegeln und sich dafür durch "Still Deep Water" zu zittern (den ersten Versuch am Eröffnungsabend der Tour hatte die Band sogar abgebrochen!), war der einzige offensichtliche Fehler, den die Band an diesem Abend machte. Ansonsten genoss sie mit ihren Fans zusammen ihr Heimspiel. Denn als nach eindreiviertel Stunden als Outro die Liverpool-Hymne "You'll Never Walk Alone" aus den Boxen schallte, war wieder einmal klar: Nirgendwo liebt man The Mission mehr als in Bochum.

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Surfempfehlung:
www.themissionuk.com
Text: -Carsten Wohlfeld-
Foto: -Carsten Wohlfeld-


 
 

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