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Konzert-Bericht
 
The final curtain

Muff Potter

Dortmund, FZW
28.02.2009
Final Curtain Days FZW
"And now, the end is near / And so I face the final curtain", heißt es in Frank Sinatras "My Way" - was lag also näher, als die letzten Veranstaltungen im Dortmunder FZW unter das Motto "Final Curtain Days" zu stellen? Drei Tage durfte noch einmal gefeiert werden in den altehrwürdigen Hallen des Freizeitzentrums West, bevor es nach fast genau 40 Jahren Kulturgeschichte am Neuen Graben dem Abrissbagger zum Opfer fällt. Den finalen Akt am letzten Februartag leiteten Videoclub und Ghost Of Tom Joad ein, doch die Ehre, als allerletzte Band im FZW aufzutreten, wurde Muff Potter zuteil.
Doch auch wenn bei den meisten Liedern von Muff Potter - sei es textlich oder atmosphärisch - immer ein wenig Wehmut mitschwingt (zumindest kann man sich das an Abenden wie diesem sehr gut einbilden), standen nicht alle Zeichen auf Abschied. Gleich drei neue Songs aus dem kommenden Album "Gute Aussicht" stellte das Quartett aus Münster - Brami saß übrigens stilecht mit Gleis-22-Shirt hinter seinem Schlagzeug! - an diesem Abend vor und bewies damit, dass die krachigen Muff Potter-Anfänge doch noch nicht ganz vergessen sind. Platz für viele alte Songs blieb (dennoch) nicht auf der Setlist. Okay, "Take A Run At The Sun" war im Programm, und ein, zwei Abstecher zu "Heute wird gewonnen, bitte" gab es auch, aber den Hauptteil des Sets machten doch die Songs der letzten beiden Platten aus.
Das nahm dem Konzert trotz "Born blöd" und "Feuerficker" ein wenig den Reiz des Besonderen, gerade wenn man bedenkt, wie gut das zigfach gewünschte "100 Kilo" textlich doch zu diesem Konzert gepasst hätte. Stattdessen gab es bei der Zugabe zuerst "Die Guten" und dann "Den Haag". Das wäre ein perfekter Schlusspunkt gewesen, aber Muff Potter spielten als allerletztes Stück noch "Alles nur geklaut". Das war wirklich schade, war es doch so ziemlich die einzige Nummer des gesamten Sets, die inhaltlich und / oder stimmungsmäßig nicht zum Anlass passen wollte und von der Band auch noch mit einem Hinweis auf ihr Merchandise und die kommende Tour verbunden wurde. Da hatte man leider, leider ein wenig das Gefühl, dass nur ein (gutes) Muff Potter-Konzert zu Ende ging, nicht aber auch gleichzeitig 40 Jahre FZW-Geschichte.

Es war beileibe kein schlechter Auftritt, aber einer, dessen Beginn viel besser dem Anlass gerecht wurde als sein Schluss. Weil aber natürlich jedes Ende auch ein Anfang ist, gilt es im September die Einweihung des neuen FZW zu feiern. Und wer ist als Band für den Eröffnungsabend im Gespräch? Na, Muff Potter natürlich!

Surfempfehlung:
www.muffpotter.net
www.myspace.com/muffpotter
www.fzw.de
Text: -Simon Mahler-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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