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Rollentausch

Slut

Dortmund, Sabotage
06.09.2002
Slut
Auf der PopKomm hatten die Herren von Slut noch durchblicken lassen, dass sie eigentlich recht froh seien, dass sich ihre Festivaltour mit dem Auftritt im Prime Club Mitte August dem Ende näherte. Nur noch zwei Shows standen auf dem Programm, eine bei der Geburtstags-Sause zum 20-Jährigen ihres Labels Virgin auf dem Königsplatz in München und ein Auftritt im Rahmen einer von einem recht bekannten Musikmagazin aus Dortmund organisierten Party. Alles hätte so einfach sein können, doch dann kam ein medizinischer Notfall auf die Band zu: Einen Bassmann mit Gipsbein hätte man ja vielleicht noch verschmerzen können, einen Drummer mit Arm in der Schlinge dagegen nicht. Aber genau so kam's, denn Schlagzeuger Matthias brach sich vor zwei Wochen das Schlüsselbein! Anstatt die Konzerte abzusagen, wagte die Band ein Experiment und nahm einen Rollentausch vor: Matthias spielte ein wenig Keyboards, im Gegenzug nahm Orgelspieler Rene die Trommelstöcke in die Hände.
Nachdem Union Youth im Sabotage zu Dortmund dem Publikum ihren Rock N Roll um die Ohren gehauen hatten, wurde es also zum zweiten Mal ernst für Slut. Es sollte ein kurzes Set werden - kein Wunder, hatte die Band gerade mal etwas über eine Woche Zeit, mit den vertauschten Rollen ein 30-Minuten-Programm einzuüben. Und auch wenn der Sound nicht ganz so fett war wie sonst, schlug sich Rene beachtlich - nicht zuletzt wohl deshalb, weil Slut auf die sonst bei ihren Konzerten besonders beliebten Brachialnummern verzichteten. So gab es neben "Universal" ("Unser derzeitiges Lieblingslied", ließ Chris das Publikum wissen) die aktuelle Single ("Time Is Not A Remedy") sowie die nächste ("Easy To Love") und ein paar gedämpftere Nummern aus dem "Lookbook"-Album. Und obwohl die fünf Ingolstädter auf der Bühne nicht wirklich glücklich und zufrieden wirkten, spielten sie sogar länger als die ursprünglich geplanten 30 Minuten. Für die Zugabe ("Wie viel jetzt noch kommt, hängt von Rene ab", erklärte Sänger Chris) hatten sie sich noch das wunderschöne "Hope" aufgespart. Damit war dann auch wirklich Schluss, das Publikum war dennoch sehr zufrieden, allerdings nicht mit dem Sound, denn der war wirklich schlecht - was aber nicht an Slut lag.
Apropos Publikum: Man konnte sogar einen Anklatscher in der ersten Reihe ausmachen, der beständig versuchte, die Leute anzufeuern - so etwas bekommt man also, wenn man auf Platz 35 in die Charts einsteigt. Alles in allem ein gelungener Auftritt mit Seltenheitswert. Respekt an Rene! Ob die Armschlinge von Matthias auch noch im neuen Slut-Video, das in Kürze in Paris gedreht wird, als dekoratives Accessoir herhalten muss, erfahrt ihr übrigens zuerst auch hier bei Gaesteliste.de, wenn Slut uns in Kürze von den Dreharbeiten berichten werden!
Surfempfehlung:
www.slut-music.com
Text: -David Bluhm & Carsten Wohlfeld-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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