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Angelika Express

Köln, Live Music Hall
28.01.2003
Angelika Express
Was für eine Power! Ist das im März erscheinende Debütalbum von Angelika Express noch guten Gewissens als Pop-Platte zu bezeichnen, geht das Kölner Trio auf der Bühne wesentlich energiegeladener zu Werke. Als gälte es, Pete Townshend Konkurrenz zu machen, wirbelte Sänger und Gitarrist Robert Drakogiannakis über die Bühne, während Bassist Jens Bachmann klarstellte, dass diverse Chuck-Berry- und Bruce-Springsteen-Moves nicht nur für Gitarristen funktionieren, und Schlagzeuger Alex Jezdinsky - offenbar aus Frust, an einem Platz sitzen bleiben zu müssen - die Trommel malträtierte, dass so mancher im Publikum schon fast Mitleid hatte, wenn schon nicht mit Alex' Situation, dann doch zumindest mit seinen Drums.
Angelika Express
Da machte es auch gar nichts, dass die drei an diesem Abend in der Live Music Hall "nur" das Vorprogramm für die Fehlfarben bestreiten sollten, die, anders als wenige Tage zuvor in Hamburg, in Köln nicht nur wegen der schier unglaublichen Bühnenpräsenz ihres Sängers Peter Hein einen wesentlich besseren Tag erwischt hatten. Angelika Express brannten gleich von Beginn an ein Feuerwerk aus Spaß, Dynamik und tollen Songs ab, denn um richtig auf Betriebstemperatur zu kommen, gab es das großartige "Teenage Fanclub Girl" schon kurz nach acht. Und wer wie der Angelika Express Zeilen dichtet wie "Und sie sagte, als ich sie fragte, nach der besten Gruppe aller Zeiten auf der ganzen Welt, dass ihr Teenage Fanclub gut gefällt", hat sowieso schon gewonnen, oder? Da konnte man dem Trio sogar verzeihen, dass Robert ob seines Bewegungsdrangs hier und da beim Singen etwas die Luft wegblieb - die perfektionierten Versionen kann man sich ja zu Hause anhören! Aber auch in der "Immeraufdiezwölf"-Version kam beispielsweise die aktuelle Single "Geh doch nach Berlin" sehr gut an. Wie der Song tags darauf bei seinem Debüt in der Hauptstadt aufgenommen wurde, ist leider nicht überliefert.
Angelika Express
Mit einem oft höllischen Tempo (und im Falle des von Jens gesungenen, oder besser: geschrienen "Jetzt" mit geradezu brachialer Wucht) spielten sich die drei durch ihr Programm, bei dem Peter Hein seinen Studio-Gastauftritt von "Verkaterter Dienstag" auf der Bühne leider nicht wiederholte. Alex machte seinen One-Off-Auftritt als singender Schlagzeuger aber dennoch sehr gut. Da konnte man den Domstädtern sogar verzeihen, dass sie ihre Ansagen zwischen den Songs zwar ebenfalls zu dritt machten, ohne jedoch dabei wirklich etwas zu sagen. Und auch über die Tatsache, dass aus "Zieh dich wieder an" im Gegensatz zur Platte eine sehr ungehobelte, und deshalb ziellose Punknummer wurde, konnte man hinwegsehen. Denn zum Schluss gab es das gut getimte "Paul muss sterben", das selbst auf die Gesichter der skeptischsten Fehlfarben-Fans ein Lächeln zauberte. Wir dürfen gespannt sein, was Angelika Express ab März bei ihren eigenen Konzerten zu leisten im Stande sind.
Surfempfehlung:
www.angelikaexpress.de
Text: -Carsten Wohlfeld-
Fotos: -Carsten Wohlfeld-


 
 

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