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Konzert-Bericht
 
Kurz und schmerzhaft

The Kills
Young People

Münster, Gleis 22
27.05.2003

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The Kills
Inzwischen weiß es jeder: Die "The"-Bands retten die Erde, und für alle anderen bleibt nur der Blick in die Röhre. Dass das nicht nur Hype-Gewäsch ist, wurde an diesem Dienstagabend in Münster bewiesen. Bevor nämlich The Kills ihr Rock N Roll-Inferno entfachen konnten, gab's Young People aus New York City. Ohne "The" und ohne wirklich gute Ideen. Sie mögen zwar aus dem Umfeld des vielgeliebten Labels Kill Rock Stars stammen - ihr Album erschien auf dem KRS-Sublabel 5RC -, aber was die drei an diesem Abend im Gleis ablieferten, war ziemlich nervig - und nach 25 Minuten war dann auch schon wieder Schluss. "Wenn ihre Musik an irgendjemanden erinnert, dann an The Velvet Underground zu John-Cale-Zeiten", steht in ihrem Info. Was Monotonie und Avantgardismus angeht vielleicht - was allerdings Energie und Innovation angeht - in keinster Weise.
Mit Innovationen haben auch The Kills bekanntlich nichts am Hut, trotzdem lieferten sie in Münster wieder eine glanzvolle Vorstellung ab - mal abgesehen davon, dass man die unmenschliche Lautstärke jenseits der Schmerzgrenze durchaus hätte reduzieren können. Und eigentlich war's auch gar kein Konzert, sondern eher eine rituelle Performance, mit der die zwei ihren Heroin Chic adäquat zu vertonen suchten. Dabei war diese Performance eigentlich das genaue Abbild des Auftritts in Köln vor einigen Monaten, deshalb aber nicht weniger großartig. Wieder ging es los mit dem ohrenbetäubenden "Superstition" und dem "Led Zeppelin aus der Garage"-Riffrocker "Fried My Little Brain", wieder zuckten Jaime und Alison, pardon, Hotel und VV im Takt mit, als wären die beiden von irgendwelchen dunklen Mächten besessen, wieder dauerte es bis zum dritten oder vierten Song, bis unter VVs schwarzer Mähne zum ersten Mal das Gesicht von Alison zum Vorschein kam, wieder gaben sich die beiden äußerst wortkarg, um nicht zu sagen: stumm. Charisma und Coolness brauchen eben nicht viele Worte. Wer nach dem Besten aus Garagen Rock, primitivem Rock N Roll, Blues und Punk sucht, kann mit The Kills - egal, ob auf Platte oder live auf der Bühne - rein gar nichts falsch machen.

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Surfempfehlung:
www.thekills.tv
Text: -Carsten Wohlfeld-
Foto: -Carsten Wohlfeld-


 
 

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