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Konzert-Bericht
 
Kein Witz

Cosmic Casino

Osnabrück, Westwerk
20.12.2003

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Cosmic Casino
Eigentlich war diese winterliche Tour des Augsburg-Münchner Quartetts ja vor allem als "Fingerübung" für die Band selbst gedacht, die direkt im Anschluss an ihre Konzertreise mit den Aufnahmen für ihr Debütalbum beginnen wird. Da war es nicht weiter verwunderlich, dass das Hauptgewicht bei der Songauswahl nicht bei den Stücken der "Boy In A Band T-Shirt"-EP lag, die die Cosmics schon im Februar an gleicher Stelle zusammen mit Slut präsentiert hatten, sondern auf einer ganzen Reihe brandneuer Songs.
Einen der besten, und den mit Sicherheit überraschendsten davon, gab es gleich zu Beginn: Anstatt in gewohnter Indierock-Manier sofort richtig loszulegen, stand mit "Postcard" ein Stück am Anfang, das geradezu balladeske Züge trug, ohne dabei Gefahr zu laufen, ins Seichte abzurutschen oder in klischeehafte Power-Balladen-Untiefen zu versinken. Auch wenn der Song an diesem Abend eine Ausnahme blieb, unterstrich die Nummer doch, dass Cosmic Casino - nicht zuletzt auch ihrem Alter entsprechend - weit mehr können, als mit einem 35-Minuten-Punkrock-Set ihr Publikum gegen die Wand zu rocken, wie sie das beispielsweise im Februar bei ihrem Auftritt in Oberhausen noch getan hatten. Dass es in Osnabrück etwas gemäßigter zuging und bei großartigen neuen Stücken wie dem Aereogramme-inspirierten "Go On To Greater Things" oder vor allem "Birthday Song" die Melodie wesentlich wichtiger war als die Härte, hatte nicht zuletzt auch damit zu tun, dass das Quartett bereits seit neun Tagen unterwegs war und man die Anstrengungen des Unterwegsseins nicht zuletzt daran erkennen konnte, dass Sänger Rich relativ wenig zwischen den Songs sagte. Entschuldigend meinte er dazu, dass er sich vor sich selber schämen würde, jeden Abend das Gleiche zu erzählen, wenngleich er versprach, später am Abend noch einen Witz zum Besten zu geben.
Viele Worte brauchte es aber wirklich nicht, denn neben rund einem Dutzend neuen Songs spielten Cosmic Casino natürlich auch noch alte, über jeden Zweifel erhabene Kracher à la "Microsoft" oder "Bad Mic". Kein Wunder also, dass eine Zugabe her musste. Die hätte, zumindest wenn es nach einigen der Zuschauer gegangen wäre, neben der Klasse-Punkrock-Nummer "It's Okay To Hate Your Job" und dem großartigen "I Have No Friends" auch noch aus dem von Rich versprochenen Witz bestehen dürfen, aber den erzählte er noch nicht einmal der jungen Dame, die "nach dem härtesten Verkaufsgespräch unserer Karriere" (O-Ton Bassist Markus) den Merchandise-Tisch mit drei Cosmic-Shirts verließ. Fazit? Klasse Konzert! Kein Witz!

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Surfempfehlung:
www.cosmic-casino.com
Text: -Carsten Wohlfeld-
Foto: -Carsten Wohlfeld-


 
 

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