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Der Mille-Petrozza-Fanclub

Tomte

Essen, Kennedyplatz
09.07.2004
Tomte
Eine popmusikalische Tradition gibt es in Essen nicht wirklich. Dass auch hier Ausnahmen die Regel bestätigen, zeigte sich an diesem Freitag: Umsonst und draußen, mitten in der Innenstadt stieg wieder das alljährliche "Essen Original"-Festival, und für die Musikauswahl der größten Bühne waren an diesem Tag die Macher der Zeche Carl verantwortlich, die dieser Tage ihr 25-jähriges Jubiläum feiert. Es geht also doch. Zwischen Mellow Mark und seiner Oberstufenparty-Musik und den H-Blockx als Headliner-Konsensband, die trotzdem niemand so wirklich mag, machten einmal mehr die großartigen Tomte aus Hamburg im Ruhrpott Station.
Und das war, trotz des teilweise ziemlich miserablen Sounds, auch an diesem Abend ohne Zweifel wieder ein Grund zur Freude. "Wilhelm, das war nichts" gab's gleich zu Beginn, und direkt danach widmete Thees Uhlmann die "härteste" Tomte-Nummer "The Rick McPhail Song" seinem alten Helden Mille Petrozza und allen, die damals die Erstausstrahlung des Kreator-Films "Trash Altenessen" in der ARD gesehen hatten. Ja ja, das waren noch Zeiten, als auf dem inzwischen geheiligten Talk-Sendeplatz kurz vor der Geisterstunde nicht Beckmann oder Maischberger talken durften, sondern Dokumentationen über Metalbands aus strukturschwachen Regionen gesendet wurden. Doch zurück zu Tomte: Die lieferten zwar abgesehen von der Tatsache, dass sie inzwischen alle etwas kürzere Haare haben (außer Timo Bodenstein, versteht sich), nur wenige Erkenntnisse darüber, wo sie die Reise mit der nächsten LP hinführen wird, dafür aber kamen die Klassiker à la "Schreit den Namen meiner Mutter" oder "Die Bastarde, die dich jetzt nach Hause bringen" auch im Festival-Rahmen ausgezeichnet an, und Thees' Solonummer in der Mitte des Konzerts sorgte für zusätzliche Abwechslung. Ebenso wie seine Ansagen, als er beispielsweise das gegenüberliegende Hochhaus, auf dessen Dach einige Menschen dem Tomte-Auftritt lauschten, kurzerhand als VIP-Lounge deklarierte: Eintritt 400 Euro, aber dafür Schampus satt...
Dann noch "Korn & Sprite" ganz zum Schluss und das fabelhafte "Schönheit der Chance" als Zugabe - da war es kein Wunder, dass sich nach dem Konzert ziemlich viele Menschen vor dem knallroten Tourbus der Hamburger tummelten, um den Hanseaten Devotionalien abzukaufen oder einfach nur einer der besten deutschen Bands zu huldigen.
Surfempfehlung:
www.tomte.de
Text: -Simon Mahler-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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