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Auf Unity-Tour

Agnostic Front
Diecast/ Death Before Dishonor

Hamburg, Grünspan
09.03.2005
Agnostic Front
Gerade erst tourten unter anderem Sick Of It All und die 7 Seconds mit der Eastpack Resistance Tour durch Deutschland, nun kam die Unity Tour hinterher. Die war leider - gerade durch die Absage von Terror - nicht ganz so stark besetzt. So war das Grünspan zwar ordentlich gefüllt, doch Headliner und Hardcore-Legende Agnostic Front hat sicher schon in volleren Clubs gespielt.
Zu Anfang Death Before Dishonor. Vier tätowierte Kerle aus Boston, die sich dem traditionellen Hardcore verschrien haben und offensichtlich nicht viel von Fortschritt halten. Nein, hier sind vier Puristen am Werk. Sie boten dann auch eine sehr energetische Show, grüßten - ganz getreu dem Motto der Tour - mehr als häufig die anderen Combos, ließen die eine oder andere Phrase vom Hocker und auch die Songs gingen durchaus okay, hatten eine Menge Bums und gingen gut nach vorne. Nur leider klangen sie irgendwie alle gleich. So machte das Ganze anfangs Spaß, nach 30 Minuten hatte aber fast jeder genug. Nur ein kleiner Mob tanzte sich warm, der Rest aber wartete lieber auf die nächsten Bands und schaute sich im Vorraum das Champions League-Spiel Arsenal - Bayern an.

Das änderte sich auch bei Diecast nicht. Die kommen ebenfalls aus Boston, mischen ihren ebenso wuchtigen Hardcore aber mit klassischen Metal-Kreisch-Vocals und fielen so ein wenig aus der Reihe. Die fünf Herren tobten ebenso wie ihre Vorgänger über die Bühne, verausgabten sich total und bemühten sich wirklich - doch leider klangen die Nummern nicht ganz so gut wie auf ihrem "Tearing Down Your Blue Eyes"-Album und so war es wichtiger, wie es in London steht.

Agnostic Front
Die Bayern hatten längst die nächste Runde erreicht, als dann Agnostic Front auf die Bühne kamen. Vor dieser war es nun ein gutes Stück voller und schnell setzte sich der Mob aus Punks, Skins, Hardcore-Leuten und Rock N Rollern in Bewegung. Und schnell wurde klar, dass Roger Miret seine Streetpunk-Leidenschaft nun mit den Disasters auslebt, AF konzentrierten sich auf ihre Metal-lastigen Stücke und rockten sowohl mit 13 Jahre alten Nummern von "One Voice" als auch mit neuen Krachern wie "Take Me Back" oder "Still Here" die Hütte. Auf Dauer aber - so fantastisch ihre Alben auch sind - fehlt auch bei AF einfach die Abwechslung, besonders, wenn sie fast ausschließlich Highspeed-Böller zünden. Doch während das vorne natürlich gut ankam und ein Circle-Pit den nächsten ablöste, herrschte im hinteren Teil des äußerst gemütlichen Grünspans eine eher entspannte und kopfnickende Atmosphäre. Man schaute, trank und harrte der Dinge. Erst als die magischen Worte ertönten, reckte jeder die Fäuste in die Höhe: "From The Eastside To The Westside" - und das "Gotta Gotta Go" ertönte aus hunderten Kehlen. Die Hymne der Band war auch diesmal das absolute Highlight und wohl der Song, den jeder kannte.

Zwar konnte man der Band nicht viel vorwerfen, sie tobte sich aus und machte ordentlich Lärm, doch dieser gewisse Funken, der wollte partout nicht überspringen. Man hat schon bessere AF-Konzerte erlebt. Lag es daran, dass sie kein Ende fanden und immer noch einen Song anstimmten? Nerven vielleicht auch die Sprüche über die New Yorker Hardcore-Szene und die ach so wichtige Unity? Oder sind Agnostic Front zu oft auf Tour? Oder werden etwas auch Hardcore-Helden einfach alt?

Surfempfehlung:
www.agnosticfront.com
www.bhcdiecast.com
www.deathb4dishonor.com
Text: -Mathias Frank-
Fotos: -Mathias Frank-

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