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Mercury Rev
Timesbold

Düsseldorf, Zakk
21.03.2005
Mercury Rev
Es ist jetzt schon das dritte Mal innerhalb einer recht kurzen Zeit, dass Mercury Rev einen Abstecher nach Deutschland machen; zuerst im November als Support für Nick Cave & The Bad Seeds, wo sie bereits neue Songs aus dem damals noch nicht veröffentlichten Album "The Secret Migration" live präsentierten, dann absolvierten sie Anfang Februar u.a. eine Radio-Show bei 1Live in Köln - nun also war es Zeit für die richtige - von Gaesteliste.de präsentierte - Tour, doch bevor Jonathan Donahue & Co. die Bühne im Düsseldorfer Zakk betraten, durfte die Glitterhouse-Band Timesbold ran.
Timesbold
Jason Merritt hatte Timesbold einst als Ein-Mann-Projekt gestartet, doch inzwischen ist es zu einer richtigen Band mutiert - musikalisch einordnen kann man Timesbold bedenkenlos zwischen Folk und Country. Es machte übrigens auch Sinn, dass die Band gemeinsam mit Mercury Rev tourten, wie uns Merritt nach der Show noch verriet: "Jonathan und ich sind befreundet seitdem ich 18 bin, und wir haben uns immer bestens verstanden." Auch wenn es auf den ersten Blick musikalisch nicht besonders viele Gemeinsamkeiten geben mag, einen gewissen Hang zu träumerischen Elementen kann man bei beiden Bands ausmachen - bei Timesbold drückt sich dies eher durch countryeske Slowcore-Nummern aus. Es wurden in Düsseldorf vorwiegend neue und noch nicht veröffentlichte Stücke gespielt, ältere Nummern wurden nicht berücksichtigt.
Mercury Rev
Nach einer kurzen Umbaupause war es dann Zeit für Mercury Rev. Waren sie beim 1Live-Radiokonzert in Köln noch zu sechst auf der Bühne, verzichteten sie diesmal auf die Dienste des zusätzlichen Keyboarders. Donahue wie immer gut gelaunt, stets mit einem Lächeln auf dem Gesicht (Hat man den Mann jemals schlecht gelaunt erlebt? Kann man sich überhaupt vorstellen, ihn wütend zu sehen?) begleitet er seine Mannen auf die Bühne, um direkt mit "Arise" die wundersame Reise in die verträumte, mystische Welt von Mercury Rev zu beginnen. Mit "Secret For A Song" und dem mit einer wundervollen Bass-Linie ausgestatteten "Black Forest (Lorelei)" starteten sie mit einem dreifachen Block vom aktuellen Album, bevor es mit älteren Songs weiterging - allerdings nicht zu weit zurück in die Vergangenheit, denn von den ersten drei Alben spielen Mercury Rev 2005 anscheinend nichts mehr. Schon sehr früh im Set war ein wirkliches Highlight auszumachen: "Tides Of The Moon" vom 2001er Album "All Is Dream". Zunächst gewohnt verträumt, endete es mit einem furiosen Finale. Und nicht erst dort bemerkte man, dass Grasshoppers Gitarren-Spiel wieder einmal grandios war. Überhaupt war die gesamte Band bestens eingespielt, Donahue verteilte auch diesmal Komplimente an die Band (und manchmal auch an sich selbst - aber das sei ihm gestattet), er packte die großen Gesten an den richtigen Stellen aus, "Gotta Serve Somebody" von Bob Dylan wurde gespielt, zum Ende des Konzerts natürlich auch der Klassiker "Goddess On A Highway". Es war wieder einmal eine schöne Reise durch das Mercury Rev-Land.
Surfempfehlung:
www.mercuryrev.com
mercury.rev.free.fr
de.v2music.com/site/act.asp?ID=23
www.timesbold.com
Text: -David Bluhm-
Fotos: -Simon Mahler-


 
 

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