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Konzert-Bericht
 
Midtempo for the masses

Tocotronic

Düsseldorf, Zakk
02.04.2005
Tocotronic
Es hat sich einiges getan in den letzten zwei bis drei Jahren im Hause Tocotronic - war damals noch Rick McPhail als Bühnen-Musiker mit an Bord, ist er inzwischen als offizielles Band-Mitglied integriert worden - ein längst überfälliger Schritt, schließlich schien Rick sowieso bei allen Aktivitäten anwesend zu sein. Musikalisch hat sich das zwar nicht besonders bemerkbar gemacht, wenn Ricks Instrumente auf der Bühne diesmal besser abgemischt werden als damals im Dortmunder Soundgarden, wo sein Sound einfach zu dominant wirkte (GL.de berichtete), konnte ja nichts schiefgehen - das ausverkaufte Zakk in Düsseldorf jedenfalls freute sich auf Tocotronic.
Und diese Freude sollte während des gesamten Gigs nicht am Intensität verlieren - schon mit den ersten Klängen geriet die Menge in Bewegung, und man musste sich doch teilweise schon etwas wundern, wie sehr. Schließlich sind die neuen Stücke vom aktuellen Album "Pure Vernunft darf niemals siegen" keine Punk-Rock-Nummern, sondern hier herrscht tempomäßig die Mitte vor. Doch das scheint niemanden zu stören, es wird bei jedem Refrain gemosht, geschoben, geschwitzt. Selbst Dirk von Lowtzow legt Posen in seinem Buffy-T-Shirt (das er anscheinend bei fast jedem Konzert trägt) auf, als gälte es, zentnerschwere Riffs aus den Saiten zu hauen. Schon ein seltsamer Anblick - vor allem, wenn man die Band mal bei ihren früheren Touren sehen konnte, bei denen es dann auch wirklich die Songs zum Pogen gab. Apropos alte Songs: An diesem Abend hat es davon eine Hand voll gegeben ("Drüben auf dem Hügel", "Ich bin viel zu lange mit euch mitgegangen", "Ich muss reden auch wenn ich schweigen muss", "Drei Schritte vom Abgrund entfernt", "Freiburg"), von denen die letzten drei im ersten Zugabenblock dargeboten wurden, wobei Rick für diese Zeit auf die Ersatzbank verbannt und erst zum abschließenden Zugaben-Block wieder eingewechselt wurde. Ansonsten wurden überwiegend die Songs vom aktuellen und vom "weißen" Album gespielt, größtenteils in recht druckvollen Versionen, womit auch ansatzweise der Moshpit gerechtfertigt wäre. Als Rausschmeißer hat es wieder einmal "Neues vom Trickser" gegeben, inkl. furiosen Finale. Gute Wahl. "Das mag sich alles nach einem eher durchschnittlichen bzw. müden Gig anhören, war es aber nicht. Es war ein sehr gutes Konzert. Nicht erstklassig, aber sehr gut." hatten wir 2002 über das Konzert in Dortmund geschrieben - diese Aussage trifft auch 2005 zu.
Surfempfehlung:
www.tocotronic.de
www.tocotronix.de
www.lado.de/artists/tocotronic/
Text: -David Bluhm-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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