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Faster!

Hopesfall
Tsunami Bomb

Hamburg, Logo
02.05.2005

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Hopesfall
Mit den Roadrunner-Rockern Hopesfall und den Kung Fu-Punkern Tsunami Bomb kamen eigentlich zwei sehr sehenswerte und musikalisch richtig gute Bands gemeinsam auf Tour, doch im Hamburger Logo hing wieder der schwarze Vorhang und der ansich schon nicht große Club wurde noch mal verkleinert. Und das war tatsächlich eine gute Entscheidung.
Als Tsunami Bomb loslegten, waren vielleicht hundert Persönchen dabei und bereiteten dem Vierer um Frontfrau Agent M. einen recht frostigen Empfang. Etwas Klatschen, etwas Wippen, etwas mehr hanseatische Coolness. Dass es die Hamburger besser können, haben sie vor knapp eineinhalb Jahren bewiesen, als sie Tsunami Bomb vor den Bouncing Souls (Gaesteliste.de berichtete) gnadenlos abfeierten und die Band selber eine Show hinlegte, die Fräulein M. als den besten Gig ihrer Karriere bezeichnte. Zwar wurde es diesmal kein so legendäres Ereignis, aber mit der Zeit, ein paar sympathischen Ansagen ("Habt keine Eile, einfach nach jedem Song einen Schritt nach vorne machen") und massig Hits ("Say It If You Mean It", "Dawn On A Funeral Day", "Being Alright" und natürlich "Take The Reins" als Rausschmeißer) schafften es Tsunami Bomb, aus den unterkühlten Zuschauern, einen pogenden, johlenden und begeisterten Mob zu machen. Und diese Mutation spornte wiederum den Vierer (mit neuem Gitarristen und Basser) an, der sich 50 Minuten verausgabte, Spaß hatte und sich selbst über defekte Mikros kaputt lachte. Und es dem Headliner Hopesfall nicht gerade leicht machte.

Und tatsächlich, zwar traten nur wenige der wenigen Zuschauer nach dem Support den Heimweg an, doch eine Begeisterung wie bei Tsunami Bomb wollte nicht mehr aufkommen. Und für eine weitere Party spielten Hopesfall auch die falsche Musik. Ihr Emo / Hardcore / Nu-Rock war ohne Zweifel schön und wenn Gitarrist Dustin das Album "A-Types" im Interview mit Gaesteliste.de als "Rock-Scheibe, die man gut hören kann, wenn man Liebe macht" beschreibt, hat er irgendwie Recht. Denn die Songs sind nicht lahm, aber ruhig, manchmal etwas melancholisch, aber nicht schleppend und häufig sicher alles andere als wirklich rockbar. Eben einfach schön. Und so waren auch alle zufrieden, genüsslich wurde gelauscht, Whiskey von Frontmann Jay Forest geschlürft, entspannt zu Songs wie "It Happens" oder "Champion Beyond Blessing" mitgegroovt und dezent der Kopf von oben nach unten geschüttelt. Hopesfall wirkten nach Touren mit unter anderem Coheed & Cambria, den Ataris oder Snapcase (Dustin: "Sie haben uns gezeigt, dass wir noch besser werden müssen.") äußerst routiniert und ließen sich auch nach Zwischenrufen ("Faster!") nicht aus der Ruhe bringen und boten eine mehr als solide Show. Um sich anschließend ganz ihren Erwartungen an die Deutschland-Tour zu widmen: "Lots of booze and hunting for panty hampsters."

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Surfempfehlung:
www.hopesfall.com
www.tsunamibomb.com
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Mathias Frank-

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