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Subterfuge

Berlin, Frannz Club
04.05.2005
Subterfuge
Wenn eine Band seit weit über zehn Jahren wundervolle Musik macht, den verdienten Durchbruch aber nie geschafft hat, so mag das aus kommerzieller Sicht traurig sein. Freunde haben die Jungs aus Düsseldorf in diesen langen Jahren jedoch genug gefunden. Wer im deutschen Indie-Zirkus kann schon von sich behaupten, von so illustren Bands wie Readymade, Slut, Paula, Klee oder Virginia Jetzt! gecovert zu werden. Dieser Tage erschien nun das neue Album "The Legendary Eifel Tapes", sahnte wie immer begeisterte Kritiken in jeder relevanten Musikpostille ab und trotzdem werden Subterfuge auch dieses Mal ohne Echo-Nominierung auskommen müssen.
Zum Glück gibt es ja noch ein Publikum, das sich jenseits der gerade angesagten Acts für schlichten, gleichwohl großartigen Gitarrenpop interessiert. Zahlenmäßig hätte jenes zwar noch ein wenig größer sein dürfen, doch auch so entstand im warmen, roten Ambiente des Berliner Frannz Clubs eine angenehme Stimmung. Ganz im Gegensatz zur üblichen Berliner Unsitte, Rockkonzerte auch unter der Woche erst nach Mitternacht starten zu lassen, boten Subterfuge dank pünktlichem Beginn Musik für Frühheimgeher. Naturgemäß standen die Songs des neuen Albums im Vordergrund, doch auch aus "I Do Birds" hatten es einige Stücke in die Setlist geschafft. Die Ruhe und Ausgeglichenheit bei gleichzeitiger Intensität, mit der Subterfuge ihre Stücke darboten, sucht wohl Seinesgleichen. Aber diese traumwandlerische Sicherheit erreicht man wahrscheinlich erst nach unzähligen Touren. Eine Eigenschaft, die diese Band wohltuend von denen abhebt, die zwar gerade viel verkaufen, von denen man aber nicht sagen kann, ob sie in zehn Jahren noch da sind. Auffällig ist zudem die sichtlich gute Laune und Spielfreude der Band, die vom Berliner Publikum immer wieder mit begeistertem Beifall gefeiert wird.

Im Zugabeblock gibt's dann noch solche wunderbaren Stücke wie "Fistfuck Photo", ein Song der es mal auf die Compi des legendären Komm Küssen-Fanzines geschafft hatte, und überhaupt zu den schönsten der Düsseldorfer Band zählt. Auch das letzte Stück des Abends "Homage To The Real People", das auch die neue Platte beschließt, dürfte dem ein oder anderen Konzertbesucher auf dem Heimweg nicht aus dem Ohr gegangen sein. Subterfuge erwiesen sich live, wie schon so oft, als sichere Bank. So kann Indie-Pop klingen, wenn man weder sich noch anderen etwas beweisen muss. Abgeklärt, cool, kurzum: Fein!

Surfempfehlung:
www.subterfuge.de
Text: -Carsten Wilhelm-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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