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Konzert-Bericht
 
Blöd gelaufen

The Subways

Hamburg, Knust
20.07.2005
The Subways
Anfang Juni erst haben The Subways im Vorprogramm von Weezer in Hamburg gespielt, nun waren sie schon wieder da, um ihr erst Ende September erscheinendes Album "Young For Eternity" zu präsentieren. Was laut Plakaten, Knust- und Warner-Homepage als reguläres Konzert angekündigt wurde, erwies sich vor Ort als Showcase. Denn neben wenigen zahlenden Zuschauern tummelten sich hauptsächlich Presse-Vertreter, Musiker (DJ Mad von den Beginnern, Thorsten von den Beatsteaks, Flo von Pyogenesis...) und die halbe Belegschaft der zuständigen Plattenfirma im Knust und füllten dieses fast schon komplett. "Und morgen steht dann 'ausverkauft' in der Zeitung", sagte jemand.
Problem an der Sache: Die (laut Knust-Gästebuch) 78 zahlende Zuschauer legten zwölf Euro auf den Tisch und erwarteten ein ganzes Konzert. Doch nach 25 - allerdings richtig starken - Minuten war der Spaß schon wieder zu Ende. Ob das geplant war oder nicht (es kam die Ansage, dass Subways-Sänger Billy Lunn krank wäre und schon auf dem Weg ins Krankenhaus) - die Fans waren enttäuscht. Verständlich. Doch vermutlich steckte keine böse Absicht dahinter, "blöd gelaufen" könnte man es nennen. Und weil das anscheinend einigen wichtigen Menschen bekannt war, betrug der Eintrittspreis für die Show am nächsten Tag in Berlin lediglich drei Euro. Auch konnte man sich per Mail an Warner entschädigen lassen.
Genug dazu. Schließlich wurde auch Musik gespielt. Wie es aber bei solchen Veranstaltungen häufig vorkommt, kam auch hier keine wirkliche Konzert-Stimmung auf. Vorher hieß es sehen und gesehen werden und jede Menge Hände schütteln oder - die sicher entspanntere Variante - einfach hinsetzen, Leute gucken und Bier trinken. Prosit. Und auch während der Show ging nicht gerade die Post ab. Zwar tanzten vorne ein paar Leute (vermutlich die mit den richtigen Karten), doch sonst wurde eher gestanden, mal gewippt und zwischen den Songs gejubelt. Klar, ist ja die "eigene" Band. Was die allerdings bot, war schlicht großartig. Drei Leute auf der Bühne, die sich nicht um das steife Publikum, sondern nur um sich und ihre famosen Songs kümmerten. Da wurde ungestüm geschrotet, hemmungslos miteinander geflirtet, ausgelassen getanzt, fröhlich gesprungen und einfach Spaß gehabt. Da wurden Hits wie "Oh Yeah", "Holiday" und "I Want You To Hear What You've Got To Say" angestimmt und die Stimmen von Gitarrist Billy und Bassistin Charlotte vereinten sich zu einem schönen Moment. Es war die Intimität und die Vertrautheit zwischen den beiden, die diesen Abend so toll machten. "Dies ist unsere erste Headliner-Show in Deutschland" sagte die bezaubernde Bassistin vor "Rock N Roll Queen". Und das Trio beendete mit ihrem wohl besten Song eine wirklich furiose, nur leider etwas kurze Show. Mögen die zu Recht verärgerten Fans der Band verzeihen, denn die kann vermutlich nicht dafür. Und freuen wir uns lieber auf eine rosige Zukunft. Die Subways werden sie haben...
Surfempfehlung:
www.thesubways.net
www.thesubways.de
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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