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The Slackers
The Movement

Hamburg, Knust
08.08.2005

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The Slackers
Mit The Slackers und The Movement waren zwei Bands mit dem T-Artikel vorm Namen auf Tour, doch mit klassischem Retro-Rock haben sie beide nichts zu tun. Die einen spielen einen entspannten Mix aus Reggae, Ska und Rocksteady, die anderen kräftigen Modpunk. Und zusammen sind sie Muttis kleine Monster.
Der letzte Hamburg-Auftritt von The Movement war nicht der ganz große Kracher, im Vorprogramm von der Terrorgruppe und Muff Potter boten sie eine lediglich solide Show, ihre Songs klangen überraschend austauschbar und dem Ruf einer großen Live-Band wurden die drei Dänen an jenem Abend nicht gerecht. Dass sie es besser können, zeigten sie diesmal vor den Slackers. Von Anfang an präsentierte sich die Band nicht nur bestens gelaunt, sondern auch in bester Verfassung. Songs wie "More Products" oder "No Regrets" klangen live noch besser, weil noch zackiger als auf ihrer ohnehin schon tollen "Revolutionary Sympathies"-Scheibe, auch die wenigen alte "Move"-Songs machten Laune und die Band wurde von den anwesenden Punks, Skins, Rastas und Rockabillys verdientermaßen abgefeiert. Eine Dreiviertelstunde gab es beste Unterhaltung, zum Abschluss ein großes "Everybody Needs Somebody To Love"-Cover und das sympathische Movement hat gezeigt, was es ist: eine Live-Band!
Bildete sich bei den dänischen Faustschwingern noch ein amtlicher Pogo-Pulk, tanzte bei den Slackers erstmal jeder für sich. Die Band konzentrierte sich anfangs auf ihre gemächlichen Reggae-Stücke, es hieß Relaxen, genüsslich eingrooven und vom Sommer träumen. Während Sänger Vic Ruggier recht introvertiert und fast schon verbissen seine Orgel bearbeitete, tanzten die beiden Bläser-Herren ausgelassen in der Hocke und verbreiteten gute Laune. Hatte man auch schon von eher lahmen Slackers-Konzerten gehört, bei denen nicht mal die ganze Combo anwesend gewesen sein soll, war diesmal das vollständiges Sextett auf der Bühne und selbst der seitwärts und etwas abseits stehene Basser, der sein Instrument auf einem Hocker platziert hatte und wie einen Kontrabass spielte, taute mit der Zeit auf und setzte für den Rest des Abends ein breites Grinsen auf. Mit der Zeit wechselte die Musik von Reggae auf Ska, The Slackers stimmten Hits wie "Sarah" und "Sooner Or Later" an und das Relaxen hatte eine Ende. Denn die Party erreichte die nächste Stufe, die Bläser besuchten das Publikum und bis in die letzte Reihe wurde ausgelassen getanzt. So muss es sein, das ist eine Party. Auf dieser machten die Slackers die DJs und das im wahrsten Sinne des Wortes. Sie mixten ihre Nummern, die Songs gingen in einander über, verschmelzten und wirkten trotzdem nicht zerstückelt. Im Gegenteil, Band und Publikum präsentierten sich in Höchstform. Immer noch ein Song wurde gespielt, noch ein Tänzchen getanzt, noch eine Zugabe gefordert.

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Surfempfehlung:
www.theslackers.com
www.themovement.dk
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Mathias Frank-

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