Gaesteliste.de Internet-Musikmagazin



SUCHE:

 
 
Gaesteliste.de Facebook RSS-Feeds
Konzert-Archiv

Stichwort:



 
Konzert-Bericht
 
The Eastpak Antidote Tour

Millencolin
Flogging Molly/ Randy/ The Unseen

Hamburg, Große Freiheit 36
19.11.2005

zur Foto-Galerie
Millencolin
Millencolin kommen nicht gerne alleine auf Tour. Wurden sie bei ihrem letzten Hamburg-Gig von den Donots und Anti-Flag begleitet und reisten sie im Frühjahr diesen Jahres mit den Street Dogs und The Lawrence Arms durch Deutschland, waren sie diesmal Headliner der Antidote-Tour und teilten sich auf dieser die Bühne mit The Unseen, Randy und Flogging Molly. Ein natürlich unfassbar gutes Package und daher war es keine Überraschung, dass die Große Freiheit 36 schon lange vorher ausverkauft war.
Als es um kurz vor 18 Uhr (!) mit The Unseen losging, war der Club aber noch recht mäßig gefüllt und die Iro-Punker aus dem Hellcat-Stall mussten feststellen, dass wohl auch Punkrocker gerne Sportschau gucken. Doch die Band, die im Sommer mit "State Of Disconect" ein famoses Streetpunk-Album veröffentlicht hatte, ließ sich davon nicht abschrecken und knallte einen Kracher nach dem anderen in die vielleicht zur Hälfte gefüllten Freiheit. Eine gute halbe Stunde tobten die Jungs über die Bühne, hielten sich nicht lange mit Sprüchen und Phrasen auf und boten eine schlicht tolle Eröffnung. Nur schade, dass viele Besucher diese nicht mitbekommen haben. Anders sah es dann bei Randy aus, die zuletzt im Vorprogramm von Bad Religion an gleicher Stelle enttäuschten, diesmal aber wohl ihre beste Hamburg-Show ever spielten. In putzigen Skelett-Kostümen legten sie mit ihrem "The Human Atombombs"-Hit "Addicts Of Communication" famos los, ehe sie sich durch ihre fast komplette Karriere spielten und mit Hits wie "Karl Marx And History" und "Razorblade" die immer größer werdene Meute vor der Bühne in Bewegung versetzte.

Bei Flogging Molly waren dann alle da und bereiteten der Band, die sich innerhalb kürzester Zeit zu einer der beliebtesten Folkpunk-Bands überhaupt gemausert und Szene-Größen wie die Dropkick Murphys oder The Real McKenzies längst hinter sich gelassen hat, einen famosen Empfang. Schon nach den ersten Tönen setzte sich das Publikum in Bewegung und sprang und tanzte zu Hymnen wie "What's Left Of The Flag" oder "Seven Deadly Sins". Es war ein beeindruckendes Bild, wenn sie kleine Mädchen und gestandene Punkrocker mit Skatern, Rock N Roller und Snobs in den Mob warfen und einfach eine riesige Party feierten. Und mittendrin die wie immer mit Flöte, Akkordeon, Geige und Banjo ausgestatteten Floggys, die Bush den Mittelfinger zeigten, Irland als Vorbild für den Weltfrieden lobten und behaupteten, die Schweden (hier: Randy und Millencolin) total verrückt sein, weil sie mehr trinken könnten, als Deutsche und Iren. Kurz gelacht, Klassiker wie "Selfish Man" und "Drunken Lullabies" angestimmt und Flogging Molly hatten mal wieder alles richtig gemacht.

Millencolin dagegen machten der Meinung vieler einen kleinen Fehler, indem sie sich in ihrem Set zu sehr auf ihre letzten drei Platten konzentrierten und nur selten ihre frühe Hits anstimmten. Wie schon Anfang des Jahres gab es lediglich "Mr. Clean", "Bullion" und "Lozin' Must" zu hören, ansonsten eben "Kingwood"-, "Home From Home"- und "Pennybridge Pioneers"-Material. Doch auch wenn Songs wie "Fox", "Fingers Crossed", "No Cigar" oder das mit Akustik-Klampfe vorgetragene "The Ballad" alles andere als schlecht sind, kann man zu den Songs aus der Anfangsphase einfach besser springen und so waren es auch die drei Klassiker, die für den größten Tanz sorgten. Doch das Hamburger Publikum störte sich auch den anderen Songs nicht, wie bei Millencolin immer, tanzte jede und jeder von der ersten Reihe bis zum Mischpult und die vier Schweden dankten es mit einer energetischen Show. Und zwar alle, denn während Nikola Sarcevic in Berlin Anfang des Jahres noch etwas distanzierter wirkte, schien diesmal auch der Sänger seinen Spaß zu haben und alberte mit seinen Jungs herum. Aber natürlich waren es erneut die Sechssaiter Mathias und Erik, die am agilsten agierten und nicht eine Sekunde still standen. Dazu ein paar putzige Sprüche, ein guter Sound, ein verschwitzter, heißer Club und schon verließ nach einer Stunde Millencolin und insgesamt vier Stunden Punkrock keiner enttäuscht die Große Freiheit 36.

zur Foto-Galerie
Surfempfehlung:
www.millencolin.com
www.floggingmolly.com
www.randytheband.com
www.unseenpunks.com
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Michael Kellenbenz-

Druckversion


Mehr über Millencolin:
News
Tonträger
Konzert-Bericht

Mehr über Flogging Molly:
News
Interview
Tonträger
Konzert-Bericht

Mehr über Randy:
Tonträger
Konzert-Bericht

Mehr über The Unseen:
News
Tonträger

Aktuelle Konzert-Reviews von Mathias Frank:
Pennywise
Bosse
Bad Religion
Prong
Guns N' Roses

Alle Konzert-Reviews von Mathias Frank

 
Banner, 234x60, ohne Claim, bestellen
 

Copyright © 1999 - 2020 Gaesteliste.de

 powered by
Expeedo Ecommerce Dienstleister

Expeedo Ecommerce Dienstleister