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Entertainment deluxe

Bullet For My Valentine
Aiden

Hamburg, Grünspan
01.02.2006
Bullet For My Valentine
Da stellt man sich auf einen gemütlichen Abend in einem entspannt gefülltem Club ein und dann platzt dieser aus allen Nähten! Bullet For My Valentine hatten geladen, mit Aiden eine großartige Support-Band im Gepäck und schwupps stehen die Horden an jungen Metalcore-Jüngern vor dem Grünspan und machen das einfach mal voll.
Aiden durften nach ihrem letzten Hamburg-Gig im Vorprogramm von The Hurt Process vor gut 30 Zuschauern (Gaesteliste.de berichtete) diesmal dann auch vor einer beachtlichten Menge spielen und schienen dieses Umstand wirklich zu genießen. Vom ersten Ton an tobte das geschminkte Quintett um den im Marilyn Manson-trifft Brian Molko-Outfit angetreten Sänger Wil über die Bühne und bot das volle Unterhaltungsbrett. Da gab es schwingende Gitarren, wirbelnde Mikorfone und Gruppen-Headbangings, da wurde vom Schlagzeug gesprungen, die Menge besucht und genüsslich am Drumstick geleckt. Aidenisches Entertainment deluxe und ein großes Vergnügen. Nur einmal wurde es etwas ruhiger und nachdenklicher. Wil sprach von der letzten US-Tour, die Aiden zusammen mit Bayside absolvierten. Auf dieser kam es zu einem schweren Busunfall, bei dem Bayside-Drummer John "Beatz" Holohan tödlich verunglückte. Ihm wurde das famose "Die Romantic" gewidmet und kaum jemand dürfte keine Gänsehaut gehabt waren.

Aiden standen 30 Minuten auf der Bühne und die Reaktionen des Publikums wandelten sich in dieser Zeit von zufrieden zu begeistert, immer mehr Jungspunde trafen sich im Mob, immer mehr Hände wurde gereckt und immer mehr Leute feierten die düsterne Victory-Band ab. Vielleicht sogar ein wenig zu viel, denn der Seattle-Fünfer versuchte sich tatsächlich an der langsam wirklich ausgelutschten Braveheart-Aktion, die dann natürlich auch etwas misslang und auch den anschließenden Circle Pit hat man schon besser gesehen. Egal, Aiden waren trotzdem toll, baten zum Schluss erneut die Leute vor die Bühne zum kollektiven Umarmen (Kommentar von: "It's not gay, I promise!"), kündigten eine erneute Rückkehr im Mai an und mischten sich anschließend verschwitzt und zufrieden unter das Völkchen.

Anschließend wurde es Metallica-mäßig. Kaum war das Licht erloschen, ertönten die "Bullet, Bullet!"-Sprechchöre, das epische Intro lief und ein BVMV-Musiker nach dem anderen kam auf die Bühne und wurde von hunderten Fäusten begrüßt, kurzes Winken, Einzählen und die Dampfwalze nahm Fahrt auf. Mit einer unglaublichen Wucht knallten Bullet For My Valentine ihre Metalcore-Brocken von der Bühne, vor dieser setzten sich die Fans im Bewegung und moshten sich zu Songs wie dem richtig tollen Titeltrack "The Poison", dem von allen geliebten "Hand Of Blood" oder dem recht treffend als "Old School Style" angekündigten "Spit You Out" sich einen ab. Und wenn es dann mal ruhiger wurde und die Major-Metaller ihre neue Single "All These Sings I Hate" anstimmten, übernahmen die verschwitzen Leiber vor der Bühne einfach den Gesang. Kurz: sie waren allesamt begeistert. Dabei haben Bullet jetzt zwar nicht die Klasse von Killswitch Engage oder anderen Hochkarätern, doch auch wenn sie eindeutig zur Gattung der Phrasendrescher gehören ("Ich kann euch nicht hören..."), sind sie einfach eine richtig starke Live-Band, die bei wirklich bombastischen Licht, mit einem starken Sound und mit stylischen Flying Vs den Abend zu einem überraschenden und vor alle lauten Vergnügen machten.
Surfempfehlung:
www.bulletformyvalentine.de
www.aiden.org
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-

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