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Foo Fighters
Secret Machines

Hamburg, Alsterdorfer Sporthalle
02.02.2006
Foo Fighters
Auf den Toiletten der Alsterdorfer Sporthalle in Hamburg wird es besonders deutlich: Dave Grohl und seine Foo Fighters haben inzwischen einen Status, den außer ihnen wohl nur noch die Red Hot Chili Peppers genießen. Sie werden von allen und jedem gemocht, auf den stillen Örtchen in Hamburg treffen sich kleine Mädchen und große Jungs, geschniegelte Hausfrauen und verschwitzte Punkrocker, hippe Styler und sympathische Normalos. Die Foo Fighters sind Popstars und kommerziell erfolgreich - und trotzdem hört man keine schlechten Meinungen über sie. Probleme mit der Credibilität haben sie nicht. Hätten sie auch nicht verdient.
Die Popstars also waren in Hamburg und spielten nach München das letzte ihrer zwei Deutschland-Konzerte, die Halle war seit Monaten ausverkauft und schon am Bahnhof wurde man verzweifelt um Karten angebettelt. Die zirka 8.000 glücklichen Ticketbesitzer mussten sich dann aber erst die völlig belanglosen - überraschender Weise aber mächtig gefeierten - Rye Coalition antun, ehe mit Secret Machines die erste von zwei guten Bands auf die Bühne kam und sich der Ticketkauf endlich lohnend auswirkte. Denn das von Foo Fighters-Drummer Taylor Hawkins persönlich angekündigte Trio um Sänger und Gitarrist Ben Curtis konnte mit ihrem mächtigen Psychedelic-Wänden, düsteren Pop-Atmosphären und nicht zu letzt toller Licht- und Soundverhältnissen punkten. Natürlich fanden nicht alle springwütigen Party-Fighters ihre Freude an der Band, doch der ein oder andere Neubesitzer von "Now Here Is Nowhere" sollte jetzt in Hamburg durch die Gegend spazieren.
"In Your Honor" dagegen besaßen sie alle schon, bevor der Vorhang fiel, bevor Dave Grohl und seine Musiker auf die Bühne kamen und bevor es mit dem wuchtigen Titeltrack los ging. Denn es ist ein Album der Foo Fighters und das muss Fan haben. Heute gab es von diesem nur Songs der lauten Seite, die Akkustik-Nummern sollen demnächst in einem anderen Rahmen live vorgestellt werden. Doch natürlich ließen es sich die vier Fighters nicht nehmen, ein buntes Best Of-Programm zu spielen, das von "My Hero" über "Everlong" über "Big Me" und "Learn To Fly" bis zu "All My Life" und "Monkey Wrench" alle glücklich machte. Die Bühne war mit reichlich Monitoren ausgestattet, auf denen es alte Aufnahmen und Live-Bilder für die Zuschauer in den hinteren Reihen zu sehen gab, die Mucker hatten ihren Platz und boten - es war zu erwarten - das große Unterhaltungsprogramm, ohne auf wirkliche Effekte zurück greifen zu müssen. Denn es war einfach die Präsenz von Mister Grohl, die alles überstrahlte, jeden in seinen Bann zog und seine Mitstreiter meist in den Hintergrund drängte. Doch ein guter Chef weiß, was zu tun ist und forderte nicht nur den im Anzug schwitzenden Chris S. zum Gitarrensoli-Duell heraus, sondern ließ auch Tylor Hawkins seinen Platz und ein fulminantes Drum-Solo spielen und später sogar ans Mikro, während Grohl selber das Drumset bearbeitete. Toll! Denn so hatte - bis auf den erneut schüchternen Nate Mandell - jeder sein Rampenlicht und alle waren happy. Die Band und das unterbrochen tanzende, singende, schreiende und feiernde Publikum. In der Halle und auf der Toilette...
Surfempfehlung:
www.foofighters.com
www.thesecretmachines.com
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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