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Bad Boys For Life

The Bones
Demented Are Go/ Deadline/ Roger Miret And The Disasters/ Heartbreak Engines

Hamburg, Markthalle
27.04.2006
The Bones
Das überaus feine People Like You-Label schickte mal wieder eine Armada an Bands auf Tour und konnte mit denen eigentlich nicht viel falsch machen: The Bones stehen für tollen Punk N Roll, Demented Are Go darf man wohl ohne schlechtes Gewissen als Psychobilly-Ikonen bezeichnen, die englischen Punkrocker Deadline mit Frontfrau Liz entwickeln sich immer mehr zu den Stars der Szene, mit Roger Miret And The Disasters kam der Kopf von Agnostic Front und die Heartbreak Engines haben mit dem "Love Murder Blues" eine beeindruckend stillose Platte aufgenommen.
Stillos war es aber irgendwie auch, den Mighty Ski-King schon um 19 Uhr auf eine Bühne zu lassen, vor der zehn Leute standen. Inklusive Tresen-Personal und Mischer! Wie schon auf der letzten Tour (damals mit unter anderem Mad Sin und The Generators) machte der füllige Elvis-Immitator den Anheizer, Ansager und Pausen-Überbrücker, hatte damit den einen oder anderen Lacher auf seiner Seite und seinen ersten großen Auftritt bei "Built My Hate Around You" der Heartbreak Engines. Die boten zwar eine engagierte und überaus motivierte Show, hatten live aber leider nicht die Klasse ihres aktuellen Albums. Denn auf der Bühne wurde der Härtegrad deutlich erhöht, die Songs wurden bei verschärftem Tempo fast schon geprügelt und gepunkrockt und all die düstere und romantische Stimmung des Albums ging so verloren.

Gefühle also, die man bei Roger Miret And The Disasters von Anfang nicht erwartet hatte. Hier geht und ging es um Streetpunk, um Unity, um New York, um Wut. Die gab es aber nicht nur in den Songs, auch auf der Bühne schien anfangs nicht alles zu stimmen. Miret schimpfte mit sich, seinem Drummer und Leuten hinter der Bühne und wirkte alles andere zu zufrieden. Es dauterte aber zum Glück nur ein paar Songs, bis er sich daran gewöhnt zu haben schien, dass er diesmal nicht der Mittelpunkt des Abends war, in einer noch nicht einmal halb gefüllten Halle spielen musste – und dass der Sound nun mal grottig war. So kam häufig nur ein lauter Brei aus den Boxen und nur selten (eigentlich nur einmal bei "1984") machte es wirklich Spaß. Dann war eigentlich Schluss und der disasterische Drummer baute schon sein Set ab, doch die Zuschauer wollten noch einen Song. Einen bestimmten und der kam dann auch. The Mighty Ski-King machte mit, Roger lächelte und kaum waren die ersten Worte erklungen, reckte jeder die Fäuste in die Luft: "From The Eastside To The Westside..."

Dann kamen Deadline und erstmals war es voll in der Markthalle. Punkrocker, Skinheads, Rock N Roller und Billys versammeln sich vor der Bühne, um die britische Band mit der sympathischen Frontfrau Liz zu sehen, die eigentlich gar kein Teil dieser Tour waren, sondern lediglich in Hamburg und Bochum als Special Guest das Billing erweiterten. Zu hören gab es dann englischen Punkrock von der Straße mit massiven Ahs und Ohs, hohem Pogo-Faktor und mit "Hangin' On The Telephone" von Blondie und "Sheena Is A Punkrocker" von den Ramones zwei wenig überraschende Coverversionen. Das machte Spaß und das war gut und wer sich anschließend von Demented Are Go mit – ach wie gefährlich – roter Soße aus der Wasserpistole bespritzen lassen wollte, der sollte das tun. Das waren viele und die Psychos auf und vor der Bühne feierten. Für einige etwas zu lange.

Lange dauerte auch schon der Abend und mit The Bones sollte dann endlich der von (fast) allen erwartete Headliner die Bühne erklimmen. Die Halle war längst voll, im Foyer war kaum noch jemand und die schwedischen Helden posten sich einen ab. Denn das können sie und allen voran der arschcoole und massig Nonsens redene Beef Bonanza und der seinen Namen völlig zu Recht tragenden Boner - ein wirkliches Knochengerüst - boten - bei plötzlich richtig guten Klang - eine herrliche Rock N Roll-Show für Freunde von Social D. und schwarzweißer Würfel. Da wurde sich durch die Karriere der Schweden gerockt, da wurde überall mitgesungen, da flogen die Bierbecher und Fäuste, da kamen die Gäste auf die Bühne und wer bis dahin kein Bones-Fan war, dürfte es jetzt sein. Bestimmt.

Surfempfehlung:
www.bonesrocknroll.com
www.dementedarego.net
www.deadline-uk.com
www.thedisasters.com
www.heartbreak-engines.com
www.ski-king.de
www.peoplelikeyou.de
www.badboysforlifetour.de
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-

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