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Konzert-Bericht
 
Geckig lang

Kante
Iso 68

Köln, Gebäude 9
07.03.2001
Kante
"Geckig", sei das alles hier in Köln, so die Zwischenansage von Kante-Sänger Peter Thiessen während des Konzertes. Und ob wir das Wort denn überhaupt kennen würden, woraufhin dann einige Spaßvögel aus dem Publikum ihren Senf dazu geben mußten und das Thema Karneval wurde dann natürlich auch angerissen. Peter könne dies ja alles nicht verstehen. Diese und andere Ansagen und vor allem seine überaus freundliche Art sich zu bedanken, veranlaßte die Dame vor mir zu sagen: "Sind alle Hamburger so?!? Dann will ich auch einen!" - ihn bzw. Kante wollten an diesem Abend eine ganze Menge Besucher im sehr gefüllten Gebäude 9 zu Köln.
Kante
Den Anfang machten Iso 68, ein Duo bestehend aus Elektronika und Schlagzeug, wobei man allerdings hier - obwohl jemand die Stöcke geschwungen hat und tatsächlich jemand hinter den Fellen saß - von einem eher virtuellen bzw. visuellen Schlagzeug reden sollte, denn hören konnte man ihn höchstens in der ersten Reihe. Bühnenstatist. Die größtenteils gleichartigen musikalischen Schwingungen aus den Keyboards und anderen elektronischen Gerätschaften kamen beim Publikum nicht so unbedingt gut an - war auch sehr verständlich, denn der 45-Minuten-Set zog sich doch extrem in die Länge.
Kante
Einigen Buh-Rufen zum Trotz haben sie trotzdem ihre Show durchgezogen, und anschließend sollte sich noch herausstellen, daß der Knöpfe-Drücker und Schiebe-Regler dann bei Kante den Tasten-Mann miemen sollte. Die Längen, die sich bei Iso 68 durch deren Set gezogen haben, waren auch ein Anzeichen dafür, was uns teilweise bei Kante erwarten sollte. Los ging es zwar recht rockig, und vor allem die Stücke zwei und drei waren von der alten Platte, die Hits "Die Summe der einzelnen Teile" und "Im ersten Licht" wurden auch im ersten Teil verbraten, aber als Peter dann den Track "Best Of Both Worlds" als "Jetzt kommt etwas zum Zuhören" ankündigte, war klar, was jetzt folgen würde: Lange instrumentale Passagen. Willkommen zurück beim Iso 68-Gefühl. Kante besitzen zwar klevere Songideen, schreiben schöne Melodien, haben interessante Texte, aber diese langen Instrumental-Passagen sind tödlich - zumindest was die Konzert-Situation angeht. Kante sind dort immer noch am besten, wenn es Text zu hören gibt. Davon gab es zum Glück noch einige in den Songs, so zum Beispiel das geckig umbenannte "Life At The Gebäude 9". Geckig war's, und lang.
Text: -David Bluhm-
Fotos: -Stefan Claudius-


 
 

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