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Konzert-Bericht
 
Objektivität? Nein danke.

Mando Diao
Sugarplum Fairy

Hamburg, Alsterdorfer Sporthalle
07.11.2006
Mando Diao
Da soll noch mal einer durchblicken. Ursprünglich sollten Mando Diao in der gemütlichen Großen Freiheit 36 spielen, als Support wurden recht früh die Dirty Pretty Things bestätigt. Dann aber wurde das Konzert in die zwar vielfach größere, aber leider auch vielfach ungemütlichere Alsterdorfer Sporthalle verlegt und im Vorprogramm tauchten plötzlich Razorlight auf. Der Weg zur Halle war dann auch mit Plakaten der vermeindlichen Vorband dekoriert, doch schon vorher sagten diese für den Tour-Auftakt ab, weil sie doppelt gebucht waren. Also wurde spontan umgestellt und Mando Diao holten ihre Verwandten nach Hamburg.
"Ich habe keine Ahnung, wer das ist", so der Kommentar eines Besuchers. "Aber die sehen aus und klingen wie die kleinen Brüder von Mando Diao." Und die waren es dann ja auch. Sugarplum Fairy durften nach Johnossi auf die Bühne und passten dort auch wirklich hin. Denn wer den heutigen Headliner mag, der mag in der Regel auch das, was Carl und Victor Norén fabrizieren. Deren Bruder (und Mando Diao-Sänger) Gustav sah sich das Spekatkel vom Bühnenrand aus und er müsste zufrieden gewesen sein. Denn seine Familie brachte mächtig Stimmung in die Halle, viele kleine und einige große Mädchen und Jungen tanzten und sprangen, als gäbe es keinen Headliner mehr und sangen Songs wie "Last Chance", Stay Young" oder natürlich "She" lauthals mit. Und niemand mehr vermisste Razorlight.
Die Alsterdorfer Sporthalle war gut, aber sicher nicht sehr gut gefüllt. An den Seiten und hinten gab es also genügend Platz zum entspannten Sitzen und Stehen und gerade von hier wirkte die Halle mal wieder besonders hässlich. Die Bühne war trotz Old School-Videowand recht einfallslos an das Kopfende geklatscht und erinnerte gerade durch die offenen Seiten an die gute Schulaula, in der die Bands damals auf ein paar Bierkisten und Spanplatten gespielt haben. Doch den Fans im vorderen Drittel war das sowas von egal, sie kreischten sich ihre jungen Seelen aus dem Leib und flippten komplett aus, als Mando Diao mit ihrem aktuellen Album-Opener "Welcome Home Luc Robitaille" loslegten. Party wohin man sah, zufriedene Gesichter allerorts und eine mal wieder ungemein hektische Band auf der Bühne. Stillstehen ist ihre Stärke nicht, doch genau das will man ja auch. Man will diese hippeligen Typen in ihren engen Hosen.

Mando Diao wissen schon längst, wie sie die Massen glücklich machen und darum machten sie exakt das, was man von ihnen erwartet. Sie luden uns in die "Hurricane Bar" ein und spielten "If I Leave You", "White Wall", das mal wieder großartige "Down In The Past" oder "All My Senses". Sie nahmen uns mit auf eine "Ode to Ochrasy" und spielten "Amsterdam" und "TV And Me", "Tony Zoulias" und "Long Before Rock'n Roll". Und natürlich brachten sie auch Songs wie "Sheepdog" und "Motown Blood" mit rein. Allesamt perfekt vorgetragen, allesamt Kracher für sich und allesamt leider ohne Überraschungen. Rein subjektiv war das ein tolles Konzert, objektiv aber hätte man etwas mehr Spontaneität erwarten dürfen. Doch ist bei Musik und Konzerten Objektivität angebracht? Nicht immer. Nicht hier. Denn zu glücklich waren die Zuschauer, zu gelungen die Stimmung in der Halle und als nach unter anderem "God Knows" nach zirka einer Stunde der Hauptteil zu Ende war und sich die Band per Videolaufband bei den Hamburgern bedankte, konnte man ihnen nicht böse sein. Ebenso wenig, weil sie noch einen Packen Songs als Zugabe spielten, weil sie schlicht gut unterhielten und weil wir vermutlich alle wieder hingehen, wenn Mando Diao in unserer Nähe spielen. Warum auch nicht?

Surfempfehlung:
www.mando-diao.com
www.mandodiao.de
www.sugarplumfairy.nu
www.sugarplum.de
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-

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