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Konzert-Bericht
 
Patton-Pop

Peeping Tom
Dub Trio

Hamburg, Markthalle
11.11.2006
Peeping Tom
Wenn ein DJ und ein Rapper auf der Bühne stehen, machen die vermutlich HipHop. Wenn ein Gitarrist, ein Drummer und ein Bassist auf der Bühne stehen, die sich das Dub Trio nennen, dann spielen die eine Fusion aus Dub und Rock. Wenn Sängerin Imani Coppola auf der Bühne steht, dann singt sie entweder Pop oder Soul. Aber wenn sie alle gemeinsam auf der Bühne stehen und das auch noch gemeinsam mit Mike Patton, dann hat man es mit Peeping Tom zu tun und darf sich auf einen aufregenden Abend freuen.
Den Anfang aber machte noch das oben erwähnte Dub Trio, die nicht nur als Teil des Headliners, sondern auch als Support fungierten. In einer noch mäßig gefüllten Markthalle verkrochen sie sich an die Seite der Bühne und fabrizierten dort ihren lauten, mal frickeligen und mal groovigen und stets instrumentalen Sound zwischen Dub, Reggae, Metal und Rock, erinnerten dabei entfernt an Bands wie Skindred und konnten damit einige begeistern und einige nerven. Keine Band für zwischendurch und damit prädestiniert für das Vorprogramm einer Mike Patton-Show.
Denn das wurde es natürlich. Trotz sieben Mitmusikanten war es Mike Patton, der mit getönter Brille, Jacket und Haarnetz im Mittelpunkt des Spektakels stand. Dem wohnten leider nicht so viele Zuschauer bei, wie es Patton und die Platte verdient hätten. Die Markthalle war vielleicht zur Hälfte gefüllt. Doch was sich gewöhnlich negativ auf die Stimmung auswirken würde, störte diesmal gar nicht. Denn Peeping Tom boten schlicht famose Unterhaltung für alle und jeden und zogen schnell jeden in ihren Bann. Und zwar mit Pop, wie er urspünglicher nicht sein könnte. Populäre Musik für alle nämlich. Denn so verfrickelt und experimentell einige Momente dann auch ausfielen, im Grunde kamen hier die Rocker, die Popper, die Dancer und die Rapper auf ihre Kosten. Alle eben. Natürlich nicht alle Album-Beteiligten standen auf der Bühne. Keine Massive Attack, keine Norah Jones und kein Dan The Automator. Dafür aber Rapper Rahzel und zusammen machten sie "Mojo" zum frühen Highlight des Abends. Was folgte war nahezu das komplette Album. Zwischendurch Solo-Auftritte von DJ Derrick und Rahzel, Mittelfinger von Patton und zum Abschluss eine beeindruckende Version von "Sucker". Eine Stunde standen Peeping Tom auf der Bühne, ein jeder in der Halle wippte, tanzte und lächelte (wenn er nicht gerade einen der anwesenden Beatsteaks um ein Foto bat oder diese einfach ungefragt knipste...) und als beim Verlassen der Halle jemand sagte, dass er es "einfach geil" fand, konnte man ihm nur zustimmen...
Surfempfehlung:
www.myspace.com/peepingtomispatton
www.dubtrio.com
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-

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