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Konzert-Bericht
 
Groß, größer, Bombast

Muse

Düsseldorf, Philipshalle
13.12.2006
Muse
Dass Matthew Bellamy, Dominic Howard und Chris Wolstenholme es musikalisch groß mögen, dürfte inzwischen bekannt sein - von Platte zu Platte wurde der Rock-Sound um einige Bombast-Nuancen erweitert, immer noch eine Spur mehr, immer noch eine Gitarre mehr - aber auch mal ganz ruhig am Piano, alles scheint möglich bei Muse. So war es auch keine besonders große Überraschung, dass die Band diesmal die Arenen und Sporthallen des Landes bespielte. So auch die Düsseldorfer Philipshalle, die bis auf den letzten Platz an diesem Abend im Dezember gefüllt war.
Nicht nur daran, dass Muse jetzt vor Menschenmassen im mittleren Tausender-Bereich spielen, merkt man, dass es um einige Nummern größer geworden ist - auch der Bühenaufbau passt sich der Szenerie an. Riesige Leinwände, auch neben der Bühne (sonst ja eigentlich nur bei größeren Arenen bzw. auf Festivals im Einsatz), sorgen für eine eindrucksvolle Atmosphäre, selbst schon vor dem eigentlichen Konzert-Beginn. Währen der Show - und das war es im wahrsten Sinne des Wortes - füllten sich die Leinwände teils mit Live-Bildern von der Bühne, teils mit Video-Schnipseln und diese Mischung verursachte schon einmal einiges Erstaunen. Den Rest besorgte natürlich die Musik. Auch hier fackelten die drei (unter Zuhilfenahme eines Extra-Musikers an Keyboard und Gitarre) ein wahrhaftiges Feuerwerk der Emotionen ab - sei es bei "Supermassive Black Hole", "New Born", dem wundervollen "Starlight", "Hysteria" oder natürlich dem Schlussstück "Knights Of Cydonia". Das passte schon ganz gut zusammen, musikalisch war alles vom Feinsten, Bellamy stimmlich wie immer in erstaunlich guter Verfassung. Die Stimmung im Publikum passte sich entsprechend problemlos an, es wurde bis in den letzten Winkel gefeiert und mitgesungen.
Hört sich nach einem perfekten Konzert-Abend an - das war er ohne Frage für viele der Anwesenden, doch man könnte auch einige unschöne Details auf den Tisch legen: So entstand der Eindruck, dass Muse im Grunde einfach nur die Show herunterspielen, keine wirkliche Spontaneität war auszumachen, Ansagen waren bis auf "Hallo Düsseldorf" eigentlich keine zu hören. Nicht ganz nachzuvollziehen war auch die Aktion, direkt im ersten Teil des Sets riesige Luftballons auf das Publikum loszulassen und die Band wollte nicht weiterspielen, bevor nicht alle Ballons zerplatzt waren. Diese Aufforderung war dann auch die einzige richtige Ansage des Abends. Bis auf diese kleinen Dinge war es dennoch eine gute Muse-Show.
Surfempfehlung:
www.muse.mu
www.muse-official.de
Text: -David Bluhm-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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