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Konzert-Bericht
 
Groß genug

Bloc Party
Biffy Clyro

Köln, Palladium
08.05.2007
Bloc Party
Der Auftritt von Bloc Party im Kölner Palladium markiert einen weiteren Meilenstein in der noch recht jungen Band-Karriere: Es ist der größte Headliner-Auftritt von Kele, Russel, Gordon und Matt in Deutschland. Ursprünglich war der Gig in dem Palladium gegenüber liegenden E-Werk geplant gewesen, doch durch den Popularitäts-Schub, der mit der Veröffentlichung des neuen Albums "A Weekend In The City" gekommen war, musste schnell in größeren Dimensionen gedacht werden. Unnötig zu erwähnen, dass das Palladium auch bereits seit Wochen ausverkauft war.
Eröffnen durfte den Abend die schottische Band Biffy Clyro, die in Kürze ihr neues Werk "Puzzle" veröffentlichen wird. Wer die Band bereits live erleben durfte, der wusste, was einem hier blühen würde: Pure Intensität, Leidenschaft, vertrackte Rhythmen mit hohen Rock-Potential, drei stimmlich fast gleichwertige Band-Mitglieder, von denen Simon Neil und James Johnston inzwischen eine enorme Haarpracht in Gesicht und auf dem Kopf mit sich herumtragen (Simons Gesicht sieht man während des Vortrags auch kaum, dafür aber seine zahlreichen Tattoos auf seinem nackten Oberkörper.) Da Biffy Clyro davon ausgehen konnten, dass sich nicht besonders viele Kenner im Publikum aufhalten würden, konnten sie bei der Song-Auswahl ihres 35-Minuten-Sets locker vorgehen und viele neue Nummern einstreuen - besonders hervorzuheben sei hier das Stück "Who's Got A Match". Die Rekationen im Publikum schienen eher gespalten - die einen fanden es umwerfend, die anderen waren eindeutig von dieser Wucht und Intensität des Trios überfordert. Schade eigentlich, denn Biffy Clyro verdienen einfach mehr Aufmerksamkeit.
Die wurde Bloc Party natürlich umso mehr zuteil - nachdem sich Drummer Matt Tong und Sänger Kele Okereke fast unbemerkt den Auftritt von Biffy Clyro vom Backstage-Balkon aus ansahen und nach einer kleinen Umbaupause gemeinsam mit ihren Band-Kollegen unter tosendem Applaus die Bühne betraten, war schon vor dem ersten Ton klar, dass der Saal der Band zu Füßen liegen würde. "Song For Clay (Disappear Here)" hieß dann auch die erste Nummer des Abends, und spätestens bei "Positive Tension" setzte sich ein kleiner Moshpit in Bewegung. So sollte es sich dann auch den ganzen Abend hindurch fortsetzen, es wurde in allen Ecken mitgeklatscht, mitgesungen und teilweise auch mitgesprungen. Die positive Stimmung schien sich auch auf der Bühne fortzusetzen, man konnte Kele des Öfteren mit einem breiten Grinsen erblicken. Gitarrist Russel Lissack (mit Radiohead-T-Shirt) schien wie üblich in seiner eigenen Welt zu sein, aus der er seine fast schon unverwechselbaren Gitarren-Töne erklingen lässt, Bassist Gordon Moakes gehört auch zu der eher ruhigen Sorte Mensch, nur bei "Sunday" im Zugabenblock musste er sich etwas mehr bewegen, als er seinen Bass gegen einen Platz am zweiten Schlagzeug eintauschte. Die Songauswahl kann man als sehr gelungen bezeichnen, es gab alte Kracher ("Banquet", "Helicopter") ebenso wie neue, gut sitzende Songs ("Waiting For The 7:18", "Hunting For Witches") zu hören, und zum Abschluss noch "Pioneers". Alles in allem war es ein sehr guter Konzertabend, nicht überragend, aber sehr gut. Abzüge gibt es im teilweise recht schlechten Sound (dieses Schicksal scheinen sich aber einige Bands im Kölner Palladium zu teilen), und eigentlich möchte man Bloc Party nicht auf noch größeren Bühnen erleben - da würde sicherlich einiges verloren gehen.
Surfempfehlung:
www.blocparty.com
www.blocparty.net
www.myspace.com/blocparty
www.biffyclyro.com
www.myspace.com/biffyclyro
Text: -David Bluhm-
Foto: -Steve Gullick-


 
 

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