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Krank? Krank!

Type O Negative
Down Below

Hamburg, D-Club
04.06.2007

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Type O Negative
Okay, fangen wir ausnahmsweise mal von hinten an. Type O Negative haben gerade nach ihrer zweiten Zugabe und ihrem Klassiker "Black No. 1" die Bühne verlassen. Doch aus dem Publikum ertönen immer lauter werdende "You suck!"-Rufe und ein Meer aus Bierbechern wird auf die Bühne geworfen. Was war passiert? Die grüne Düster-Legende um Front-Riese Peter Steele hatte ihre treuen Fans enttäuscht, indem sie diese erst kräftig warten ließen, was einige als pure Verarschung empfunden, und anschließen das Konzert nach einer absoluten Spielzeit von höchstens 45 Minuten beendeten. Und als ob das nicht reichen würde, verging zwischen erstem und letzten Song zwar trotdzem über eine Stunde - immer wieder aber mussten die Zuschauer im richtig gut gefüllten Club warten und sich schreckliche Einlauf- bzw. Pausen-Musik anhören. Warum das alles so passierte, wurde leider erst erklärt, als bereits wieder das Licht brannte: Peter wäre krank. Aber warum sagt man das erst, wenn alle sauer sind?
Los ging es noch pünktlich mit Down Below, deren Sänger Neo-Scope sich zwar artig bedankte und die sich auch wirklich reichlich Mühe gaben, deren ungemein poppiger und meist schon lascher Gothic-Rock jedoch einfach nicht reichte, um das Type O Negative-Publikum wirklich aus der Reserve zu locken. Denn das will sicher einiges, aber eindeutig keine Support-Band, die zu häufig einen geringeren Härtegrad als HIM persönlich hat. Und dann wurde erstmal gewartet. Und gewartet. Und gewartet. Zwischendurch ging das Licht aus, dann wieder an. Mal ertönte klassische Märchenmusik aus den Boxen, Southpark-Klänge, zwischendurch Black Sabbath und dann wieder russische Töne. Auf der Bühne passierte derweil nicht viel und mit der Zeit wurden die Pfiffe des Publikums lauter und lauter. Niemand wusste, was hier passierte und jeder wurde genervter. Hätte alles vermieden werden können...
Doch als nach weit über einer Stunde Wartezeit Type O Negative endlich auf die Bühne kamen und erstmal die Beatles coverten ("Magical Mystery Tour"), war bei den meisten der Frust der Lust gewichen und der komplette Club flippte zwar nicht aus, feierte die Band aber mächtig ab. Und das auch zu Recht, denn zwar wirkte Steele von Anfang an wie ein arrogantes Arsch, doch nicht nur, dass man das schließlich erwartete, auch musikalisch passte eine Menge. Angefangen mit dem "Bloody Kisses"-Klassiker "We Hate Everything" über neues Material wie "The Profits Of Doom" oder "These Three Things" und im Laufe des kurzen Abends auch Hits wie "Kill All The White People", "Love You Death" und natürlich "Christian Woman"- zu meckern gab es nichts. Noch nicht, denn niemand konnte ahnen, wie nah das Ende war. Zwar hockte Steele immer mal wieder erschöpft auf den Boxen, den Wein aus der Buddel soff er aber trotzdem. Zusätzlich tobte ein imens aktiver Gitarrist Johny Kelly über die Bühne und der mit einem mächtigen Bart und einer noch mächtigeren Matte ausgestattete Keyboarder Josh Silver zeigte uns allen noch seinen Pillermann und einiges mehr. Wenn die Band also mal da war, passierte auch was. Doch das war sie zu selten und weil niemand wusste, warum das so war, durfte sich am Ende kein Verantwortlicher über die Rufe und Becher wundern...

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Surfempfehlung:
www.typeonegative.net
www.myspace.com/typeonegative
www.downbelow.de
www.myspace.com/thatsdb
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Mathias Frank-

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