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Konzert-Bericht
 
Heiß und kochend

Sum 41
Itchy Poopzkid

Hamburg, Markthalle
10.07.2007

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Sum 41
Man musste kein alter Mensch sein, um sich an diesem Abend in der ausverkauften Hamburger Markthalle alt zu füllen. Bei einem Altersdurchschnitt von weit unter 20 und einer Ansammlung von wartenden Eltern vor und im Club, war irgendwie jeder alt, der legal Auto fahren darf. Doch weil musikalische Qualität nichts mit den Geburtsjahren der Hörenden zu tun hat, hatten auch die alten Säcke ihren Spaß bei tropischen Temperaturen und wirklich wunderbar unterhaltenden Sum 41.
Den Opener machten Itchy Poopzkid und die wurden empfangen, wie man es bei einer Vorband eigentlich nicht erwartet. Mit euphorischen, enthusiastischen und bis vor die Halle zu hörenden Sprechchören. Eine Band, die offensichtlich vor einer großen Karriere steht. Warum das so ist, wurde nach dieser halben Stunde aber nicht ganz klar. Sicher, die Jungs kamen gut rüber, schnackten sich sympathisch durch ihr Set und fühlten sich in ihrer Rolle sichtbar wohl. Musikalisch aber boten sie mit Songs wie den Singles "Silence Is Killing Me" oder "And I'll Walk Away" und Nummern wie "21 Years", "Say No" oder "As Long As I Feel Fine" nur durchschnittlichen Pop(corn)-Punk. Die Massen in der schon jetzt bestens gefüllten Halle flippten trotzdem aus und lagen der Band zu Füßen. Muss man nicht kapieren.
Bei Sum 41 schüttelte dann niemand mehr verwundert mit dem Kopf. Es gab auch keinen Grund. Im Gegenteil. Die live wieder zum Quartett gewachsenen Kanadier legten erstmal mit dem Titeltrack ihres noch nicht veröffentlichten neuem Album "Underclass Hero" los, ehe sie ein buntes, mit wenigen weiteren neuen Tracks angereichertes Best Of-Feuerwerk abfackelten und die Markthalle damit zu nicht weniger als zum Kochen brachten. Kein Wunder aber, denn Songs wie "Fat Lip", "In To Deep", "Still Waiting", "My Direction" oder "Over My Head" sind nun mal heißer Scheiß. Das Jungvolk sprang, tanzte und sang, die reiferen Semester tranken und jubelten und jedem lief der Schweiß in die Socken. Auch die Band und allen voran Fronter Deryck Whibley verausgabten sich und boten weit über eine Stunde lang einfach großes Entertainment. Da wurden gleich am Anfang Fans auf die Bühne geholt und von dieser nicht wieder runter gelassen, da wurden die Scorpions angestimmt und die Misfits mit "Attitude" gecovert, da wurden die Massen dirigert, geteilt und wieder vereint, während der Zugabe die Positionen von Sänger und Drummer Steve Jocz getauscht und immer wenn Whibley seinen virtuellen Hut zog, wollte man es ihm eigentlich nur nachmachen. Die Band hätte es sich verdient.

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Surfempfehlung:
www.sum41.com
www.myspace.com/sum41
www.itchypoopzkid.de
www.myspace.com/itchypoopzkid
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Mathias Frank-

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