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Konzert-Bericht
 
Tatsächlich großartig.

Muff Potter
Chuck Ragan

Hamburg, Knust
15.09.2007
Muff Potter
Die gemeinsame Tour von Muff Potter und dem ehemaligen Hot Water Music-Sänger Chuck Ragan war und ist eine eigentlich eine nur logische Kombination. Die Münsteraner wurden früher nicht nur gerne als deutsche Antwort auf HWM bezeichnet, auch die Chemie zwischen ihnen scheint eine ganz besondere zu sein. Häufig waren beide Bands auf Tour, freundeten sich an, Nagel und Co. streiften sich regelmäßig HWM-Merchandise über und im Interview mit Gaesteliste.de erzählte uns Mister Ragan, dass er die Potter-Jungs nicht weniger als lieben würde. Eine Liebe, die übrigens auf Gegenseitigkeit beruht, wie sich am Ende eines großartigen Abends herausstellte.
Chuck Ragan
Für diesen war zum einem großen, großen Teil Chuck Ragan verantwortlich, der nur mit Gitarre, Mundharmonika, Stimme und Charisma bewaffnet das Knust zum Kochen brachte. Völlig alleine stand er da in Jeans und Boots auf der Bühne, haute voller Inbrust in die Saiten und spielte sich durch seine noch so junge Solo-Karriere. Und was machen die Zuschauer? Sie johlen, sie jubeln, sie ticken völlig aus und bringen Ragan damit tatsächlich zum Erröten. Immer wieder bedankte er sich ehrlich gerührt für die Euphorie, die sich im Knust ausbreitete und stimmte mit Alkaline Trios "Bleeder" obendrauf auch noch ein tolles Cover an. Und als ob das nicht reichte, gab es auch noch HWMs "God Deciding" (sowie Grüße an The Draft) sowie mit "See Yourself To The Door" seine persönliche Version von Muff Potters "Bring dich doch selbst nach Haus". Kein Wunder also, dass ihn nach einer guten halben Stunde niemand von der Bühne lassen wollte. Zu gut war sein Auftritt, zu ehrlich und sympathisch sein Auftreten und zu groß die Freude, diesen Mann auf der Bühne zu sehen. Sehen zu dürfen.
Anschließend hatten Muff Potter natürlich leichtes Spiel. Aber die haben ja meistens leichtes Spiel. Nagel und Konsorten machten erstmal auf Rockstar, holten den Nebel raus und stolzierten zur Einmarschmusik auf die Bühne, ehe sie sich einmal durch ihre Karriere spielten und damit mal wieder jeden glücklich machten. Denn bei alten Krachern wie "Auf der Bordsteinkante" oder sogar "Meduzin" (das sie laut Ansage das erste Mal seit dem Einstieg von Shredder spielten), großen Momenten wie "Wir sitzen so vor'm Molotow", modernen Liedern wie "Alles nur geklaut" oder neuen Singles wie "Fotoautomat" und "Wunschkonzert" blieb natürlich keiner stehen. Und weil Nagel obendrauf seine Geschichten erzählte, wie er beispielsweise im katholischen Zeltlager zum Punk wurde oder mit Thees von Tomte und Mille von Kreator Singstar spielte, gab es die Lacher obendrauf und niemand merkte, wie schnell die Zeit verging und bereits die Zugaben auf dem Programm standen. Eine von diesen war "The Boat", der Potter-Beitrag zur gemeinsamen Split mit Chuck Ragan. Schneller als das Original, lauter und härter, aber nicht minder toll und weil eben jener Ragan auch noch für diesen Track auf die Bühne kam und sich dafür am Ende einen Knutscher von Nagel abholte, war die Nummer natürlich das Highlight des Abends. Eines großartigen Abends.
Surfempfehlung:
www.muffpoter.de
www.muff-potter.net
www.myspace.com/muffpotter
www.chuckraganmusic.com
www.myspace.com/chuckragan
Text: -Mathias Frank-
Fotos: -Mathias Frank-


 
 

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