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Hellnights...

The Spook
The Deep Eynde/ The Crimson Ghosts

Hamburg, Logo
23.10.2007

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The Spook
Wenn man sich so in den einschlägigen Foren der Horror-Punk-Welt umschaut, stößt man bei der Suche nach den diesjährigen Hellnights auf die unterschiedlichsten Meinungen. Von leeren Clubs und gelangweilten oder genervten Bands ist da teilweise die Rede. Gaesteliste.de schaute sich das Mini-Festival mit unter anderem den Crimson Ghosts, The Deep Eynde und The Spook im Hamburger Logo an und dieser Abend scheint - wenn all die Postings denn die allgemeine Meinung darstellen - eine positive Ausnahme gewesen zu sein. Zwar war der Club nicht wirklich voll, im dreistelligen Bereich aber bewegten sich die Zuschauerzahlen dann doch. Und gelangweilte Bands standen hier auch nicht auf der Bühne.
Die Crimson Ghosts allerdings wirkten tatsächlich etwas genervt, was aber damit zu erklären ist, dass die deutschen Horrorpunker schon lange vor dem offiziellen Beginn auf die Bühne mussten und so viel zu wenig Fans vor eben dieser hatten. Doch die Band gab mächtig Gas, brachte die ersten Dunkelmänner zum Feiern und erntete völlig zu Recht schon weit vor 21 Uhr laute Rufe nach einer Zugabe. Die ihnen leider verwehrt wurde, worauf sie mit offensichtlichter Unzufriedenheit und Enttäuschung reagierten. Man konnte sie verstehen und sich selber ärgern, dass man sich mal wieder auf die offizielle Uhrzeit verlassen hatte.

Bei den anschließenden The Deep Eynde wurde es dann schon voller vor der Bühne und das erste wirkliche Spektakel nahm seinen Lauf. Fate Fatal kroch mit Voodoo-Maske und Totenkopf-Stab auf die Bühne, flüsterte die ersten Töne ins Mikro und eröffnete eine absolute Hingucker-Show. Auf der einen Seite boten The Deep Eynde natürlich reichlich Albernheiten und die Sprüche in Richtung der brennenden Heimat Los Angeles waren schon hart an der Grenze, auf der anderen Seite aber standen die Kalifornier eben für totales Entertainment. Keine schüchternen Jungs in Jeans oder Boots, das Quartett tobte sich verkleidet und posend aus, Fatal besuchte immer wieder das - größtenteils ebenfalls geschminkte, toupierte, aufgemotzte - Publikum, Sechsaiter Stress machte die Windmühle und gemeinsam mit dem lässigen Dar an den Drums und dem maskierten, aber sonst recht dezent auffälligem Bassisten Rob Graver gab es Hits der Marke "Suicide Drive" und dem Highlight "We Don't Care About You" und als nach einer guten halben Stunde mit "Devil Child" Schluss war, wurde auch der zweiten Band des Abends eine Zugabe verwehrt.

Nachdem es Shadow Reichenstein anschließend metallischer angingen und mit Nummern wie "Dracula" oder "It's Halloween" für einen gepflegten Moshpit vor der Bühne sorgten, war es Zeit für den Headliner. The Spook haben mit "Let There Be Dark" eine famose Scheibe veröffentlicht und genau die stand auch im Mittelpunkt dieser Show. Der noch mit Lou eingesungene Vorgänger "Some Like It Dead" wurde anfangs komplett ignoriert, lieber spielten sie ihre neuen, poppigen Horror-Hymnen wie "Slide In", "Sumernite Stalker", "Reanimated" oder "Crowgirl", streuten EP- ("The Giant Spider Strikes") oder Sampler-Beiträge ("Of Gods & Monsters) ein und wirkten dabei überhaupt nicht böse. Im Gegenteil, der neue Fronter Dean Roca alberte mit dem Zuschauern, erzählte Geschichten, lachte und war einfach ein wirklich netter Kerl. Das Logo war vielleicht noch zu einem Drittel gefüllt, aber die Band störte das ebenso wenig wie die Zuschauer und so wurde dieser Gig zu einer gemütlichen, fast schon intimen, aber doch schweißtreibenden Angelegenheit. Denn bei "Dying Fires Grace" oder "Waiting For The Kill" kann man einfach nicht nur rumsitzen. Ein jeder wippte, tanzte und sang und so war es einfach schön. Und eigentlich natürlich viel zu schnell vorbei, doch als einzige Combo des Abends durften die deutschen Gravelander noch mal auf die Bühne, stimmten unter anderem dann doch noch das immer noch grandiose "Some Like It Dead" an und beendeten pünktlich zur Geisterstunde einen Abend, der sicherlich mehr Fans verdient hätte, der aber trotzdem nur selten langweilig war. Ganz im Gegenteil.

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Surfempfehlung:
www.thespook.de
www.myspace.com/thespook
www.deepeynde.com
www.myspace.com/thedeepeynde
www.crimson-ghosts.de
www.myspace.com/thecrimsonghostsgermany
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Mathias Frank-

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