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Alles wie immer. Fast.

Reel Big Fish
Streetlight Manifesto

Hamburg, Knust
27.01.2008
Reel Big Fish
Es ist jetzt fast vier Jahre her, dass wir das letzte Mal eine Show von Reel Big Fish besucht haben. Damals stellten wir uns aufgrund des jungen Publikums die Frage, ob wohl nur Jungs und Mädchen ohne Führerschein und unter 21 die Band sehen dürfen und fühlten uns zwar schon damals verdammt alt, erfreuten uns aber an der hohen Begeisterungs- und Bewegungsfähigkeit der Teenies. Nun sind wir alle noch älter, wagten aber – unterstützt durch die Vorfreude, Streelight Manifesto im Vorprogramm sehen zu dürfen - einen erneuten Versuch. Und stellten schnell fest: Alles wie damals.
Streetlight Manifesto
Das Knust in Hamburg war ausverkauft. Restlos, schon im Vorverkauf gingen sämtliche Tickets weg und eine minderjährige, aber hervorragend motivierte Meute bevölkerte den Club und konnte es offen sichtbar nicht abwarten, endlich hemmungslos zu schwitzen, zu tanzen und zu springen. Beste Vorrausetzungen für Streetlight Manifesto natürlich, die auf dieser Tour keine gewöhnliche Support-Band sein sollten, sondern für viele Fans eine Art Co-Headliner darstellten. Kaum legten sie mit dem neuen "We Will Fall Together" los, setzte sich der Großteil des Innenraums in Bewegung und auch einige ältere Semester konnten sich bei der dargebotenen Manifesto-Spielfreude und den durch die Bank guten Tracks ein Kopfnicken nicht verkneifen. Natürlich stand der Ska als Fundament, doch die sieben Herren ließen es sich nicht nehmen, auch mal in fremde Genres zu schauen und eindrucksvoll zu beweisen, was für tolle Musiker sie doch sind. Da machte es rein gar nichts, dass sie sich nicht auch noch als aufregende Entertainer hervortaten. Nach nicht einmal 45 Minuten aber war der Spaß schon wieder vorbei und konnte auch durch stetige Zugaben-Rufe nicht verlängert werden. Sehr ärgerlich.
Reel Big Fish
Besonders deshalb, weil Reel Big Fish das Ganze anschließend natürlich nicht toppen konnten. Natürlich hatten auch sie den Mob im Griff und es sprang und schwitzte diesmal tatsächlich der komplette Innenraum, natürlich zeigten auch sie sich motiviert und natürlich hatten sie mit "Everything Sucks", "Sell Out", "She Has A Girlfriend Now" oder dem tatsächlich goldigen Metallica-Cover "Enter Sandman" einige kleine Kracher im Programm. Doch gerade im Vergleich zu Streetlight Manifesto fehlten hier einfach die Eier, es fehlte der Kick und es fehlte das Besondere. Einer konnte sich nicht entscheiden, ob Reel Big Fish nun Mickey Maus- oder Beverly Hills 90210-Punk machen würden, hätte aber sicher mit beiden Aussagen Recht. Denn während ihre Lieder auf Platte durchaus Klasse haben, klangen sie in der Live-Umsetzung mit wenigen Ausnahmen nicht nur überraschend schlapp, sondern auch noch relativ ähnlich bis gleich. Dazu trübten die standardisierten und einstudierten Bühnenansprachen der Jungs ein wenig die Stimmung und so war schnell klar, welche Band diesen Abend zu einem tolle machte.
Surfempfehlung:
www.reel-big-fish.com
www.myspace.com/reelbigfish
www.streetlightmanifesto.com
www.myspace.com/streetlightmanifesto
Text: -Mathias Frank-
Fotos: -Mathias Frank-

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