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Konzert-Bericht
 
Gut für beide Seiten

The Cure

Oberhausen, König-Pilsener-Arena
16.03.2008
The Cure
Das war schon für beide Seiten ein recht guter Plan - lange vor der Veröffentlichung der neuen Platte erstmal auf große Tour rund um die Welt zu gehen. Gut für die Fans, die davon ausgehen konnten, dass sie ein paar wenige neue Songs zu Gehör bekommen würden und vor allem eine Art Best-Of für den Rest des Abends erwarten konnten. Gut für die Band, dass die Fans so dachten / denken, denn so werden die Hallen bzw. Arenen schon voll werden. Ein guter Plan, der auf jeden Fall aufging, denn The Cure sind auf Tournee und die Hallen sind voll - so auch die Arena in Oberhausen, die mit rund 12.000 Leuten ausverkauft war.
Man konnte sich vorab natürlich per Internet informieren, was denn voraussichtlich auf der Setlist stehen würde, und man konnte auch erahnen, dass sich wohl die drei Stunden Spielzeit bei The Cure-Konzerten etabliert haben. Und so begann die Reise durch einige Jahre The Cure-Geschichte um 20:15 Uhr mit dem Glocken-Intro zu "Plainsong", zu dem Robert Smith, Simon Gallup, Jason Cooper und Porl Thompson auf die Bühne schlurften. Smith wie immer mit Schlabberklamotten, "den" Haaren und natürlich viel Kajal, Bassist Simon Gallup mit zu großen Stiefeln für seine dünnen Beine, Drummer Jason Cooper mit Fönfrisur und für den exzentrischen Punkt auf der Bühne sorgte dann Gitarrist Porl Thompson, der mit durchsichtigem Hemd, einiger Kopf- und Körperbemalung und hochhackigen Lack-Schuhen auftrat. Vielleicht sollte das ein wenig von den doch recht vielen Stellen ablenken, die er ganz einfach gitarrenmäßig versägt hat? Denn The Cure 2008 sind ohne Keyboarder unterwegs, die teilweise doch recht prägnanten Keyboard-Passagen sollten durch Gitarren-Einsatz kompensiert werden, was manchmal gelang, oft aber doch daneben ging. So konnte man den altbekannten Cure-Songs einige vielleicht vorher nicht wahrnehmbare rockige Elemente abgewinnen (was durchaus auch seinen Reiz hatte), aber manchmal vermisste man die Keyboard-Einsätze doch sehr.
The Cure
Es war zwar keine perfekte The Cure-Show, aber dennoch eine sehr, sehr gute. Mit vielen Songs, die man immer wieder gerne hört ("Pictures Of You", "The Figurehead", "Primary", "One Hundred Years", "M", "Play For Today", "A Forest", "Boys Don't Cry", "Jumping Someone Else's Train", "Grinding Halt", "10:15 Saturday Night", "Killing An Arab", und und und), ein paar neuen Songs ("A Boy I Never Knew", "Please Project") und einigen Songs, die man vielleicht immer schonmal live hören wollte ("Kyoto Song"). Da dürfte für jeden Anwesenden etwas dabei gewesen sein, was auch für eine angenehme und gute Stimmung in der Arena sorgte. Das Security-Personal verlebte einen ruhigen Abend, die Bühnentechniker hatten dagegen etwas mehr zu tun, denn Robert Smiths Gitarren-Verstärker machte zu Beginn der Show einige Probleme und wurde dann mehr oder weniger im laufenden Betrieb ausgetauscht. Smith entschuldigte sich für diese kleine technische Panne, schmunzelte dabei aber auch, dass es wohl sowieso niemand außer ihm bemerkt habe. Überhaupt schien er in bester Laune zu sein, lächelte oft und musste auch über sich selbst lachen, nachdem "A Night Like This" gespielt wurde - "Wie oft haben wir diesen Song wohl schon gespielt, und ich schaffe den Gitarren-Part immer noch nicht richtig..." Macht nichts, denn The Cure 2008 klingen trotz kleiner Makel nach wie vor hervorragend.
Surfempfehlung:
www.thecure.com
www.the-cure.de
de.wikipedia.org/wiki/The_Cure
en.wikipedia.org/wiki/The_Cure
www.uyea.de
www.myspace.com/thecure
Text: -David Bluhm-
Fotos: -Martin Nowak-


 
 

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