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Und plötzlich heißt es Leben

Jupiter Jones
Mikroboy

Hamburg, Molotow
26.03.2009
Jupiter Jones
Jupiter Jones sind wieder unterwegs. Nach ihrer letzten Veröffentlichung "Leise", in dem sie wie der Name schon vermuten lässt, eher seichtere Töne anschlagen, da es sich um einen Mitschnitt eines Akustikkonzerts aus einem Kloster handelt, melden sich die vier Musiker aus der Eifel mit der Vorabsingle "Das Jahr in dem ich schlief" zu ihrem im Mai erscheinendem Album "Holiday In Catatonia" zurück. Den Auftakt zu ihrer Minitour machten sie im aus allen Nähten platzendem Molotow.
Hamburg, 2 Grad, Regen. Es ist ein Donnerstagabend, doch die Hamburger Reeperbahn scheint sich noch im Tiefschlaf zu befinden. Ein paar Touristen schauen sich erotische Schaufensterauslagen an, jemand sucht nach Pfandflaschen und ein paar Geschäftsleute begeben sich im hektischen Schnellschritt zur U-Bahn. Es ist 20 Uhr. Nur vor dem Molotow bildet sich eine beachtlich lange Schlange, da im Internet angekündigt wurde, dass das Konzert fast ausverkauft sei. Im Club angekommen glaubt man das sofort. Es ist voll und es ist heiß.

Den Auftakt machen Mikroboy anfangs noch mit Soundproblemen, die aber schnell behoben werden können. Mit Synthesizern, Laptop, Drums, Bass und Gitarre basteln sie einen für den deutschen Sprachraum einzigartigen Sound irgendwo zwischen Death Cab For Cutie, The Postal Service und ClickClickDecker. Sänger Michi Ludes singt von einer Jugend in der Provinz, seinem Bruder und Anakin Skywalker. Nach einer halben Stunde, die ruhig länger hätte dauern können, beenden sie ihr Set und auch die orkanartige Klimaanlage des Clubs macht kurz Pause. Vor der Bühne füllt es sich beträchtlich auch wenn eigentlich kein Platz mehr ist.

Auch Nicholas Müller, Sänger von Jupiter Jones, muss sich erstmal seinen Weg durch die Menge bahnen, um überhaupt auf die Bühne zu kommen. Mit "Auf das Leben", eröffnen sie das Konzert und das Publikum ist begeistert. Was folgt, ist ein Querschnitt durch alle bisher veröffentlichten Alben und kleine Vorgeschmäcke auf das Folgende in beachtlichem Tempo. Nur kurz werden Pausen gemacht, um kleine Anekdoten zu erzählen oder sich vorm Erstickungstod zu retten. Die Zuschauer sind unglaublich textsicher und auch die Kommunikation zwischen Bühne und Publikum funktioniert hervorragend. Die neue Single "Das Jahr in dem ich schlief" wird ebenso gut angenommen wie das schon jahrelang etablierte "Reiß die Trauer aus den Büchern".

Nach einer kurzen Zugabe, die passend mit dem Refrain "Immer muss es weitergehen, mein Freund" von "Weitergehen" gefordert wurde, kündigt das Ausschalten der Klimaanlage das Ende an und alles strömt Richtung Ausgang. Draußen regnet es immer noch. Es ist leer für einen Donnerstagabend und mit Fiepen auf den Ohren und Ohrwurm im Gepäck geht es ab zur nächsten U-Bahn.

Surfempfehlung:
www.jupiter-jones.de
www.myspace.com/jupiterjones
www.myspace.com/mikroboy
Text: -Andrea Berger-
Foto: -Pressefreigabe-

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