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DAS Konzert

Metallica
Machine Head

Hamburg, Colorline Arena
12.05.2009
Metallica
Es gibt so viele Dinge, die an diesem Abend nicht gut waren. Das fing schon beim Einlass ein. Riesige Mengen an Menschen drängelten sich im Schneckentempo in die Arena. Das lag nicht nur daran, dass die Show seit Monaten ausverkauft war und sich zirka 14.000 Menschen durch ein paar Türen schieben. Ein Grund für den trägen Vorgang war auch, dass einem am Eingang sogar Kaugummis abgenommen wurden. "Keine Nahrungsmittel", entschuldigte sich der Ordner. Machte nichts. Etwas schlimmer war dann der katastrophale Sound bei Machine Head. Manchmal war es schlimm, meistens schlimmer. Machte aber ebenso wenig. Und am Ende ließen Metallica auch noch dermaßen viele Hits aus, dass andere mit denen ein ganzes Festivalwochenende füllen könnten. Und? Egal. Und am Ende stand trotzdem fest: Konzert des Jahres. Warum? Weil es Metallica sind.
Die Bühne stand diesmal mitten in der Halle. Und darum scharrten sich die Massen in vier ersten Reihen, vier Pits und vier Rängen mit direktem Blick auf die Bühne. Ziemlich großartig konnte man es nennen und selbst wenn wie erwähnt nicht alle den Spaß an Machine Head hatten, auf den sie sich gefreut haben, wirkte diese Ordnung auch schon hier. Flynn tobte von Seite zu Seite, machte den Anheizer und prrrrostete in seiner bekannten Art durch die Gegend. Vergeblich. Denn die Intensität der Clubgigs erreichte das Ganze natürlich nicht, der grottige Klang tat sein Übriges. Nummern wie "Imperium" oder "Halo" wurden nicht zu dem, was sie hätten sein können. Obendrauf stellt man sich natürlich die Frage, warum die Oaklander bei einer Spielzeit von nur 30 Minuten auch noch ein Cover einstreuen müssen. An guten bis großartigen Songs mangelt es der Band sicher nicht. Aber sie taten es und spielten "Hallowed Be Thy Name" von Iron Maiden. Das abschließende "Davidian" dann erlebten nicht wenige nur noch von draußen mit...

Bei Metallica aber waren dann natürlich alle wieder da. Denn sie haben mit "St. Anger" zwar Mist gemacht - aber sie sind noch immer die Helden ganzer Generationen. Und werden auch in Hamburg nicht weniger als verehrt. Ohrenbetäubenden Jubel, ungeduldiges Schreien und blanke Euphorie erfüllte die Halle, als das von allen so geliebte "The Ecstasy Of Gold" aus "The Good, The Bad, And The Ugly" den Abend eröffnete. Und damit die erste Gänsehaut des Abends erzeugte. Die Band selbst rannte durch den einen Gang quasi direkt aus der Garderobe durch die Zuschauer auf die Bühne, stimmte "That Was Just Your Life" an und legte zu einer durchaus geglückten Lasershow fulminant los. Was folgte war schlicht großes Entertainment. Reichlich neue Lieder wie "The End Of The Line", "Cyanide", "Broken, Beat & Scarred" oder "The Day That Never Comes" vermischten sich mit Klassikern wie "Sad But True", "Nothing Else Matters" und "Dyers Eve" - und überraschender Weise auch mit "The Memory Remains". Es war der einzige Ausflug in die Phase nach dem schwarzen und vor dem neuen Album. Kein "Load", kein "St. Anger", keine Songs, die keiner hören wollte.

Highlights gab es einige. "Welcome Home (Sanitarium)" als persönlicher Lieblingssong war natürlich eines, "One" und "Master Of Puppets" andere. Denn genau das sind die Songs, die man auf einem der wenigen Metallica-Gigs hören möchte und die machten ein kontaktfreudiger James Hetfield, Lars Ulrich (dessen Drumkit in der Mitte der Bühne stand und sich im Laufe der Show einmal um sich selbst drehte), Kirk Hammett und der mal wieder arschcoole Robert Trujillo zu großen Erlebnissen. Reichlich Pyros, bewegliche Scheinwerfer in Form von "Death Magnetic"-Särgen und ein vielleicht nicht immer perfekter, aber mächtig beeindruckender, gut dampfender Sound. Es gibt nicht viele Bands, die live so gut sind. Als Zugaben griffen auch Metallica in die Coverkiste ("Killing Time" von Sweet Savage und "The Prince" von Diamond Head), ehe sie mit "Seek & Destroy" Luftballons fliegen ließen (im wahrsten Sinne des Wortes!), ein letztes Mal gehörig auf die Kacke hauten und nach über zwei Stunden ein großartiges Konzert beendeten. DAS Konzert.
Surfempfehlung:
www.metallica.com
www.metallica.de
www.myspace.com/metallica
www.machinehead1.com
www.myspace.com/machinehead
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Maike Möller-

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