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Neulich, damals.

Therapy?

Köln, Underground
10.05.2009
Therapy?
Zeitreise mit einem kleinen Update gefällig? Dann mal bitte zu einem der aktuellen Konzerte von Therapy? gehen und sich großartig fühlen. "Das ist ja wie in den 90iger!", lässt ein begeisterter Zuschauer seine nähere Umgebung mit einem Funkeln in den Augen wissen. Und ja, es war schon sehr wie damals, als drei Typen einen mordsmäßigen Rocksound veranstalteten, dabei immer auch zu Späßen aufgelegt waren und einfach mal jeden Laden kaputtgerockt haben. Therapy? 2009 sind wieder zu dritt unterwegs, und sie schaffen immer noch jeden Laden.
Zugeben: Die Läden werden in letzter Zeit wieder kleiner. Sind sie in den 90ern schonmal vor 50.000 Leuten bei Rock am Ring und Pinkpop aufgetreten, wurden die Stationen in den folgenden Jahren von Mal zu Mal kleiner. Neulich noch im in der Krefelder KuFa, dann im Kölner Luxor, jetzt im fast schon winzigen Underground. Doch das ist alles egal - so lange der Laden voll ist. Und das war er, denn jeder sollte wissen, dass Therapy? live immer noch der wahre Deal sind. In den folgenden knapp 90 Minuten durfte gerockt, gemosht, gesungen, gegröhlt und einfach gefeiert werden - Therapy? haben ihr aktuelles Album "Crooked Timber" von A-Z gespielt (nicht am Stück, aber über das ganze Set verteilt), besonders herzuheben ist das beste Stück der Platte "Exiles" mit einem grandiosen Basslauf von Michael McKeegan. Dazu gesellten sich noch weitere Therapy?-Klassiker der Sorte "Turn", "Teethgrinder", "Die Laughing", "Screamager", "Potato Junkie" (natürlich inkl. großem Singalong "James Joyce is fucking my sister") und bei "Knives" durfte sogar ein Zuschauer auf die Bühne und den Gesang übernehmen! Was überaus gut gelungen war.
Das war auch ein Indiz für die äußerst gute Stimmung im Underground - sowohl auf als auch vor der Bühne. Alle hatten ihren Spaß. Und Andy Cairns kennt seine deutschen Klischees und wie man damit Lacher gewinnt: Nachdem beim dritten Song ein etwas übermotivierter Zuschauer über die Bühne hinweg nach draußen eskortiert wurde, kommentierte Andy Cairns es mit den Worten, dass es alleine ja schon schlimm sei, wenn man sich bei einen Therapy?-Konzert danebenbenimmt und dadurch rausgeschmissen wird - doch das wäre ja noch längst nicht alles. Als Strafe muss der Delinquent noch wahlweise ein Boyzone- oder Hasselhoff-Shirt überziehen und zu Fuß nach Hause gehen. Großer Lacher. Selbst Teile der Therapy?-Crew feierten mit - so konnte man den Merchandise-Menschen dabei zusehen, wie er nahezu jeden Song mitsang, Arme und Fäuste in die Luft reckte. Auch wenn die Läden kleiner werden - Therapy? bleiben weiterhin eine große Band mit ebensolchen Songs.
Surfempfehlung:
www.therapyquestionmark.co.uk
www.myspace.com/therapyquestionmark
Text: -David Bluhm-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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