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Das kann doch nicht live sein!

Phoenix

Potsdam, Radio Fritz Studios
22.05.2009

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Phoenix
Fritz Radiokonzerte sind immer etwas Besonderes. Ob erfolgreiche heimische Künstler oder internationale Bands - in regelmäßigen Abständen zieht es sie in die Fritz Studios in Potsdam, wo sie dann vor einem kleinen, ausgewählten Publikum ihre Songs trällern und die Verstärker trotz des kleinen Rahmens ordentlich aufschrauben. Während sich die Zimmertemperatur mit jeden Song um ein paar Grad zu erhöhen scheint, richten sich alle Augen auf das Geschehen auf der kleinen Bühne. Die von dort schallende Musik wird nicht nur auf die Ohren der Zuschauer im Raum übertragen, sondern gleichzeitig in alle Radios, die brav auf die richtige Frequenz eingestellt wurden.
Auch Phoenix bescherten dem froh gestimmten Publikum einen außerordentlich dynamischen und mitreißenden Abend, der ein elf Song starkes Set umfasste. Trotz eines vollgepackten Terminkalenders, der sie nicht nur an diesem Tag in Windeseile von einem Promotermin zum nächsten jagen sollte, ließen die vier Herren aus Versaille keinerlei Schwächeerscheinungen erkennen. Stattdessen betraten sie gut gelaunt ihren Arbeitsplatz und demonstrierten in geübter Manier, wie man in Sekundenschnelle Menschen zum Tanzen bringen kann. Für manche Bands keine einfache Sache, für Phoenix jedoch fester Bestandteil ihrer Konzerte und allerhöchstens Schwierigkeitsgrad Stufe eins.

Hits! Und diese Band hat mittlerweile eine Menge davon. Natürlich hätte man am liebsten ein Komplettpaket davon mitgesungen und die Spielzeit um gefühlte Stunden verlängert, aber auch die getroffene Auswahl der Setlist versprach genügend Zufriedenheit. Mit gleich fünf Stücken ihres neuen Albums "Wolfgang Amadeus Phoenix" im Programm konnten sie wahrlich überzeugen. Egal ob neue oder alte Songs, die sympathischen Franzosen schafften es mühelos, dass jeder Ton akkurat auf dem anderen saß. "Das kann doch nicht live sein!", kam es einer Zuschauerin verwundert über die Lippen. Doch, war es! Das ist genau das Großartige an dieser Band. Selbst bekannte Lieder, die sich schon länger in der erste Reihen ihrer Setlists tummeln, wurden aufpoliert, mit neuen Ideen variationsreich interpretiert und machten gleich doppelt Spaß, was den Bewegungsfaktor anging. "Funky Squaredance", "Run Run Run" oder "Long Distance Call" trugen ihren weiteren Teil zu einem gelungenen Abend bei.

Thomas Mars agierte spitzbübisch am Mikro, brachte konzentriert die Stimmbänder ins Schwingen und überließ bei längeren Instrumentalparts, wie zum Beispiel dem sehr hörenswerten und schönen "Love Like A Sunset", seinen Bandkollegen und Freunden das Feld, in dem er sich hinhockte und nachdenklich den Boden betrachtete. Zurückhaltung gab es allerdings nur in dieser und keineswegs in musikalischer Form. Da lässt sich nur hoffen, dass Phoenix schon bald wieder auf ebenso angenehme und bezaubernde Art und Weise ihr deutsches Publikum zum Tanz auffordern werden. Vielleicht spricht man dann bald nicht mehr von "Lisztomania", sondern "Phoenixmania".

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Surfempfehlung:
www.wearephoenix.com
www.myspace.com/wearephoenix
www.fritz.de
Text: -Annett Bonkowski-
Foto: -Anne Bonkowski-


 
 

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