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Legenden-Huldigung!

AC/DC
Black Crowes

Hamburg, Trabrennbahn Bahrenfeld
01.07.2001
AC/DC
Die Ramones sind tot. Die Rolling Stones sind alt. Metallica sind, na ja, Metallica eben. Wer bleibt und immer bleiben wird, sind die australischen Rock-Götter AC/DC. Seit vielen hundert Jahren liefern Angus Young und seine Band Klassiker am Fließband ab und es gibt wohl keinen Musik-Interessierten dieser Welt, der mit AC/DC nichts anfangen kann. Klar, hundert Tacken sind kein Pappenstiel (vor allem wenn man bedenkt, dass man für nur ein klein wenig mehr Geld in Scheeßel über 40 Bands sehen konnte), aber AC/DC sind eben nicht irgendeine Band. Also Haare kämmen und ab nach Bahrenfeld. Dort standen schon Massen von (Alt-) Rockern und warteten auf Einlass. Hautenge Jeans mit roten Streifen, Biker-Kutten, Bierbäuche und Vokuhilas bestimmten das Bild. Im Stadion wird sich dann mit blinkenden Hörnern und AC/DC-Kopftüchern eingedeckt. Sehr amüsant das Ganze.
Doch ehe die Stars spielten, gaben noch die Black Crowes ein kurzes Gastspiel. Ich hatte ja schon viel über die intoleranten AC/DC-Fans gehört (Stichwort King's X), und auch heute waren sie nicht sehr freundlich zu Chris Robinson und Co. Zwar blieben die Pfiffe weitgehend aus, dafür gab es nach den Songs eisiges Schweigen. Und was mag für eine Band schlimmer sein, als wenn sie von über 30.000 Leuten ignoriert wird? Vielleicht hätten sie doch "Remedy" spielen sollen...
Um 20:20 Uhr wächst dann endlich eine riesige Angus-Puppe auf der Bühne und ein Video läuft über die drei Videowände. Die Leute rasten aus, toben, kreischen, bekommen Herzinfarkte. Die Legende ist da! Los geht es mit "Stiff Upper Lip". Doch die neuen Songs wollen die wenigsten hören. Lieber schon den direkt folgenden Klassiker "You Shook Me All Night Long". Gänsehaut pur. Brian Johnson ist mit der Zeit ein perfekter Entertainer geworden ("In Hamburg riecht man den Rock'n'Roll") und über Angus Young muss man wohl kein Wort verlieren. Allein sein zirka zehn Minuten langer Strip während "Bad Boys Boogie" mit anschließendem Blick auf seine Deutschland-Unterhose ist schon jetzt das Highlight der 2001er-Konzert-Saison. Er und Johnson rannten um die Wette, marschierten auf dem Steg, der mitten ins Publikum führte. Überhaupt war die Bühne aller erste Sahne. 25 Meter tief und mit zwei leuchtenden Schulmützen mit Hörnern verziert. Die restlichen drei Bandmitglieder blieben dezent im Hintergrund und spielten solide und - wie immer - äußerst präzise ihr Ding runter. Und weiter ging das Best Of-Programm mit integriertem Show-Programm. Bei "Hells Bells" hängte sich Johnson an eine überdimensionale Glocke, zu "Whole Lotta Rosie" wurde eine riesige Plastik-Hure mit Strapsen aufgeblasen und bei "Highway To Hell" brannte die ganze Bühne. Außerdem gehört: "Back In Black", "Let There Be Rock", "Dirty Deeds Done Dirt Cheap", "The Jack", "Thunderstruck" und viele Hymnen mehr. Als Zugabe gab's das heftigst abgefeierte "TNT" und als Rausschmeißer schließlich "For Those About To Rock (We Salute You)". Kanonen, Konfetti, Party pur. Nach zwei Stunden beendete dann ein Feuerwerk das Rock-Happening und entließ die begeisterte Menge in die neue Woche. Wow. Nicht nur ich werde am Montag mit einem fetten Grinsen zur Arbeit gegangen sein...
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-

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