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Konzert-Bericht
 
Schrei und Tanz

Auletta
Kleinstadthelden

Bremen, Lagerhaus
04.12.2009
Auletta
Indie-Rock einmal anders: Verschiedenste Auslandsaufenthalte einzelner Bandmitglieder sorgen für den unverwechselbaren Sound des Mainzer Quartetts. Da tauchen immer wieder musikalische Querverweise in Richtung The Libertines, Franz Ferdinand oder Sugarplum Fairy auf, aber eventuelle Plagiatsvorwürfe werden alleine schon durch die deutschen Texte im Keim erstickt. Texte, irgendwo zwischen Tiefgang und Rebellion, oder wie im Falle des Titels des Debutalbums der Band, irgendwo zwischen "Pöbelei & Poesie"...
Kleinstadthelden
Den lokalen Opener mimen heute die Kleinstadthelden, die vor heimischen Publikum scheinbar keine allzu schwierige Aufgabe zu bewältigen haben. Die Band feiert nach einem überaus erfolgreichen Jahr 2009 heute und hier ihr Jahresabschlusskonzert, zu dem kurzfristig noch ein Ersatzdrummer angelernt werden musste. Der macht seine Sache jedenfalls bestens, genau wie die gesamte Band, allen voran Sänger Simon Lam. Musikalisch erscheint deren Emo-Punk-Rock zwar schon tausend Mal gehört, aber Titel wie "Was soll er denn tun?" haben durchaus Hit-Potential. Zur Zugabe wagt sich dann der erste Crowdsurfer in die Luft, was bei einer Deckenhöhe von kaum drei Metern nicht ganz unproblematisch ist. 40 Minuten angenehme Unterhaltung, und ein verdienter Applaus.

Mittlerweile ist das Bremer Lagerhaus ganz gut gefüllt, als Auletta mit "Schrei und Tanz" in den heutigen Abend starten. Und bezeichnend für diesen Titel wird vom ersten Takt an auch überall getanzt und geschrien. Die Temperatur wird zwar schnell grenzwertig, aber das tut der guten Stimmung keinerlei Abbruch. Mit "Heimatmelodie", "Tanz mit dem Teufel" oder "Roboter" hat die Band um Sänger und Aushängeschild Alexander Zwick ein paar richtig amtliche Titel am Start, und die Textsicherheit des Publikums ist bei ohnehin erst einem Album entsprechend groß. Die beiden Singles der Bands - "Meine Stadt" und "Ein Engel kein König" - sorgen gegen Ende des Sets für den Höhepunkt des Abends, und spätestens jetzt wird nahezu überall getanzt oder zumindest mitgeschunkelt, sogar hinter der Theke.

Die Zugabe lässt nicht lange auf sich warten. Nach dem akustischen "Blaue Blume" beginnt Sänger Alex den allerletzten Song mit den Worten "Ich fang noch mal von vorne an", denn der Opener ist heute zugleich auch der letzte Song: "Schrei und Tanz".

Bei ihrer ersten Headlinershow in Bremen zeigten sich die vier Mainzer heute wieder einmal von ihrer ganz eigenen erfrischend sympathischen Art. Diese junge Band wird ihren Weg nach oben stetig weitergehen, und es bleibt abzuwarten, ob man sich in ein paar Jahren vielleicht einen neuen Bandnamen suchen muss, denn Auletta (benannt nach einer kleinen italienischen Stadt), heißt auf deutsch "kleine Halle"...
Surfempfehlung:
www.auletta.de
www.myspace.com/aulettaband
www.kleinstadthelden.de
www.myspace.com/kleinstadthelden
Text: -Marco Zimmer-
Fotos: -Marco Zimmer-


 
 

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