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Konzert-Bericht
 
"A welcome change of events"

Spoon
White Rabbits

Berlin, Frannz Club
20.02.2010
Spoon
Nachdem Spoon zu "Ga Ga Ga Ga Ga"-Zeiten Deutschland bekanntermaßen komplett links liegen gelassen hatten, war es nun das erste Spoon-Konzert in Berlin seit sage und schreibe 2005. Entsprechend hoch waren die Erwartungen, und entsprechend viele Menschen kämpften sich durch den Berliner Schneematsch in den restlos ausverkauften Frannz Club.
Zunächst durften diese allerdings die Wahl-New Yorker White Rabbits unterhalten. Die Verbindung zwischen den Rabbits und Spoon lag wahrscheinlich auch für diejenigen schnell auf der Hand, die nicht wussten, dass das aktuelle Album "It's Frightening" von Spoon-Mastermind Britt Daniel produziert wurde. Schließlich legen beide Bands großen Wert auf Rhythmus und Groove, der bei der Spoon meist straight und staccato daherkommt, bei den White Rabbits dagegen eher wild und ungehalten ausfällt. "Percussion Gun" war nicht nur eine Single, sondern angesichts der zusätzlichen, nicht gerade zimperlich bearbeiteten Toms auch Programm. Am Ende kam Britt Daniel selbst auf die Bühne, und man gab eine erstklassige Version von John Lennons "Instant Karma" zum besten.

Von der Kritik ohnehin über den grünen Klee gelobt, gar auf dem "OC California"-Soundtrack für die Nachwelt konserviert, warten Spoon nun eigentlich schon viel zu lange auf den endgültigen Durchbruch. Ob der jemals kommen wird, wissen wir nicht. Schließlich verweigern sich die Texaner seit nunmehr acht Alben immer noch konsequent einer Einordnung in althergebrachte, bei der Vermarktung hilfreiche Kategorien.

"I Saw The Light", der Opener des Abends, blieb einer der wenigen Songs des aktuellem, recht schroffen Albums "Transference". Statt dessen kurvte man quer durch den eindrucksvollen Back-Katalog: Zahlreiche "Gimme Fiction"-Songs wie das fantastische "I Summon You", "Rhythm & Soul" und "The Ghost Of You Lingers" aus dem "Ga Ga Ga Ga Ga"-Album und sogar ganz altes Material ("Metal School") zeigten die Bandbreite der Band - und "Got Nuffin" war die clevere (weil subtile) Verneigung vor Joy Division und höhnicher Fingerzeig auf alle Joy Division-Klone dieser Welt gleichzeitig.

Spätestens als die dramatischen Pianobässe von "The Beast And Dragon, Adored" die Zugabe einleuteten und kleine Jubelstürme auslösten, war klar, dass die nächste Halle größer sein wird. Britt Daniel hatte die Entwicklung bereits zu Beginn des Abends ganz nüchtern und sachlich "a welcome change of events" genannt. Allerdings.
Surfempfehlung:
www.spoontheband.com
www.myspace.com/spoon
Text: -Christian Spieß-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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